Neues aus dem FÖJ

FÖJ 2018/19

links: Emma (18) mit Stella; rechts: Lena (19) mit Arya

FÖJler Info

Hallo, wir sind Emma und Lena und haben mit dem 1. August unser FÖJ bei dem Verein Die Kreislauflandwirtschaft de Peerdehoff e.V. begonnen.

Wir werden die Hauptaufgaben von Anneleen und Pauline übernehmen und die Ausbildung von Arya und Stella weiter führen. Emma wird mit Stella weiter arbeiten und Lena wird mit Arya weiter machen. Im Karlsgarten werden wir uns weiterhin um das FÖJ-Projekt von Anneleen und Pauline und die täglich anfallenden Arbeiten kümmern.

Im Zuge unseres Jahres werden wir noch ein eigenes Projekt entwickeln und euch hier über dieses und unsere täglichen Arbeiten auf dem Laufenden halten.

FÖJ 2017/18

FÖJler Info

Hallo, wir sind Anneleen und Pauline, die neuen FÖJler hier bei der Kreislauflandwirtschaft DePeerdehoff e.V. Ab jetzt werden wir hier einmal die Woche berichten, was wir gemacht haben.

Unsere Themen bzw. unsere Hauptaufgaben hier sind die Arbeit mit den Pferden und das Instandhalten des Karlsgartens.

Für die Arbeit mit den Pferden haben wir uns jeder ein Pferd ausgesucht, mit dem wir im Roundpen an der Grundkommunikation arbeiten, um sie dann zum Reit- und Arbeitspferd auszubilden. Pauline arbeitet mit Arya (4 Jahre alt) und Anneleen mit Stella (3 Jahre alt).

Anneleen (19) und Stella ("Eselchen")
Pauline (18) und Arya

Besucht uns auch gerne auf unserer Facebookseite! www.facebook.com/DieFOEJlerUeberDenPeerdehoff/

 

2018

 

13.08-19.08.2018

Die Woche fing spannend an. Gleich am Montag konnten wir, Lena, Pauline und Emma, unsere handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Wir haben einen Teil des Schafzaunes neu gebaut, was sich durch die Hanglage als anspruchsvoll herausstellte. Doch wir waren stolz auf unser Ergebnis :D

Die ganze Woche arbeiteten wir intensiv mit den Pferden im Roundpen, wobei wir (Lena und Emma) noch mehr lernen müssen als die Pferde.

Desweiteren setzten sich Pauline und Lena mit Arya beim Lenken auseinander, was immer besser klappt. Emma bekam vor allem „Reitstunden“ von „Reitlehrerin“ Anneleen auf Stella, wobei es auch hier deutlich voran ging.

Lena und Emma beschäftigten sich mit dem FÖJ-Projekt, dem Klostergarten, von Anneleen und Pauline, indem sie die gesammelten Informationen zu den Pflanzen und deren Verwendung heraus schrieben.

Außerdem sammelten wir, Lena und Emma, Schilf für das Insektenhotel, um dieses FÖJ-Projekt weiter auszubauen. Während des Versuchs Schilf zu finden, erkundeten wir im Regen den hofeigenen Tümpel. Wir werden in Zukunft noch mehr zu dem Insektenhotel recherchieren und es dieses Jahr hoffentlich fertig stellen.

Am Sonntag wurde das Hofleben durch eine Besuchergruppe des BUND aus Meppen aufgemischt. Zu diesem Besuch ist bei Aktuelles mehr zu finden.

Lena und Emma

06.08-12.08.2018

Unsere erste volle Arbeitswoche liegt hinter uns. Die Woche begann damit, dass wir von Christa eine persönliche Führung durch den Karlsgarten bekommen haben, was wirklich interessant war. Außerdem haben wir die Sauberkeit des Stalls in Angriff genommen und diesen einmal gründlich gekehrt, sowie das Unkraut auf dem Putzplatz entfernt. Dabei hatten wir bereits Hilfe von Fulvio, Paulines ehemaligem italienischen Austauschschülers. Fulvio hat uns auch bei unseren alltäglichen Aufgaben begleitet, wie Äpfel aufsammeln, Unkraut im Karlsgarten sowie auf dem Acker jäten und er hat uns auch bei der Pferdearbeit im Roundpen und auf dem Acker zugeguckt.

Emma arbeitete mit Hilfe von Anneleen an ihrer Präsenz im Roundpen, um Stella im Galopp zu halten, während alles andere bereits gut funktioniert.

Die Arbeit auf dem Acker war für beide Pferde neu. Während Stella ihre Sache wie immer sehr gut machte, war Arya von dem Grünzeug auf dem Acker und daneben doch noch sehr abgelenkt. Als wir jedoch am Donnerstag weiteren Besuch bekamen, FÖJler Phil, erhöhten wir den Schwierigkeitsgrad für Stella, indem sich Phil in den Reifen setzte, den sie durch die Furchen ziehen musste. Dabei bekam sie wegen des Gewichts leichte Balanceschwierigkeiten :D

Im Laufe der Woche versuchten Pauline und Lena zum ersten Mal seit langem das Lenken mit Arya, welches uns sehr zufrieden stellte.

Am Freitag versuchte uns Anneleen in die Erziehung von Uwe einzuweihen, welches gut klappte bis er sich beim Spaziergang aus seinem Geschirr befreite und den Spaziergang selbstständig durch den Karlsgarten fortsetzte. So versuchten wir zusammen mit Phil den Ausreißer wieder einzufangen, was bei den herumliegenden Äpfeln und den hohen Brennesseln gar nicht so einfach war.

Am Samstag sind wir, Lena und Emma, zum ersten Mal mit Johann auf den Markt nach Meppen gefahren, wozu wir wesentlich eher als üblich aufstehen mussten. Nach anfänglicher Müdigkeit auf der Hinfahrt wurden wir durch die morgendliche Kälte beim Aufbauen der Ware schnell wieder wach. Auch diese verging mit zunehmender Aufregung vor dem Kopfrechnen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Ausrechnen des Rückgelds hatten wir unseren Rhythmus gefunden, sodass uns die Arbeit wirklich Spaß machte und wir von Johann gelobt wurden.

Als wir wieder Zuhause waren, war erst einmal ein ausgiebiger Mittagsschlaf von Nöten. So ging eine spannende erste richtige Arbeitswoche zu Ende.

Lena und Emma

30.07 -03.08 2018

Am Dienstag dieser Woche gab es neuen Zuwachs für den Hof. Wir, die neuen FÖJlerinnen Emma und Lena, sind nun in die FÖJler WG von Anneleen und Pauline mit eingezogen. Einen Monat lang werden wir nun zu viert verbringen und uns einarbeiten lassen.

In den letzten zwei Tagen haben wir schon einige Aufgaben im Garten erledigt, wie zum Beispiel Unkraut gejätet, Pflanzen bewässert und Äpfel aufgesammelt, welche wir den Schweinen zu fressen gegeben haben. Außerdem waren wir morgens mit auf dem Feld, wo die Hitze noch erträglich war. Dort haben wir Zwiebeln geerntet und sind durch die Möhren gegangen.  Donnerstag und Freitag haben wir für alle auf dem Hof gekocht.

Da es tagsüber doch sehr heiß war, haben wir uns in den Schatten gesetzt und Flyer für den Verein gefaltet oder uns in die Website eingearbeitet.   

Wenn es abends wieder kühler wurde, haben wir zunächst Pauline und Anneleen bei der Roundpenarbeit mit Eselchen und Arya zugeschaut und durften uns zum Schluss selber mal ausprobieren. Wir werden uns in der nächsten Zeit darauf konzentrieren, die Pferde besser kennen zu lernen, damit wir uns jeder zeitnah für eines der beiden Pferde entscheiden können, um gezielter mit dem jeweiligen Pferd arbeiten zu können.

Am kommenden Wochenende werden wir zum ersten Mal alleine hier sein, da Pauline und Anneleen nach Hause gefahren sind.

Wir freuen uns auf die nächste Zeit, um noch einen besseren Einblick zu bekommen.

Emma und Lena

 

09.-13.07.2018

Diese war wieder eine von fünf ganz besonderen Wochen im FÖJ. Wir sind zum fünften Mal  für fünf Tage mit unserer Seminargruppe auf Seminar gefahren. Diesmal hat es uns nach Melle in der Nähe von Osnabrück in das Kulturzentrum Wilde Rose verschlagen.

Dass es unser letztes Seminar war, haben wir nicht nur an der Stimmung sondern auch an den inhaltlichen Themen gemerkt. Wir haben viel über unsere Zukunft gesprochen. Dabei ging es beispielsweise  um Projekte, Lebensweisen und Berufe, die anknüpfend an unser FÖJ auch nachhaltig sein können. Außerdem haben wir den Zoo Osnabrück, der in Teilen die Einsatzstelle von zwei Freunden aus unserer Seminargruppe ist, an manchen Stellen hinter den Kulissen besuchen können und auch sonst viele interessante Dinge über die Tiere, den Nutzen und die Arbeitsweise dort erfahren.

Natürlich haben wir auf unserem letzten Seminar aber nicht nur in die Zukunft gesehen, sondern auch das Vergangene resümiert. Dabei waren sich alle einig, dass die Seminare neben den Erfahrungen in der Einsatzstelle, auch einzigartige, wertvolle und tolle Erfahrungen waren; sowohl inhaltlich als auch zwischenmenschlich in der Gruppe. Darum haben wir zum Beispiel mit einem schönen Abschlussabend mit mitreißenden Rückblicken beispielsweise  in Form von Bildern und Videos Erinnerungen geweckt und so eine sowohl schöne als auch etwas melancholische Atmosphäre erzeugt. Der Abschied war dann zwar für alle nicht leicht, vor allem da wir ja größtenteils aus ganz verschiedenen Ecken Deutschlands kommen, aber es sind einige gute Freundschaften entstanden, sodass es für viele sicher nicht das letzte Mal war, dass sie sich gesehen haben.

Pauline

 

02.-06.07.2018

In dieser Woche war nun endlich Pauline wieder da- wenn auch nicht voll einsatzfähig. Reiten geht noch nicht und auch schwer heben ist noch nicht drin aber dadurch sind wir mit unseren Plakaten schon ein Stück weiter gekommen.

Mit Esel war ich natürlich trotzdem unterwegs und wir haben auch unseren ersten Schreckmoment auf dem Platz überstanden. Wir haben außerdem weiter an ihrer Entspanntheit beim Reiten gearbeitet, was auch schon ziemlich gut klappt. Ansonsten waren wir viel bei uns im See unterwegs, da man bei dem Wetter ja nicht viel mehr machen konnte. Am Dienstag haben Esel und ich aber trotzdem mit den Therapie-Leuten gearbeitet und sie hat sich wirklich super benommen und ist auch mit 3 verschiedenen „Chefs“  hinter sich zu Recht gekommen.

Im Garten und auf dem Acker waren wir nicht viel, da es einfach zu warm war, was dem Unkraut genauso wenig gefällt wie uns- immerhin etwas.  Zu pflanzen gab es auch nicht viel und so konnten wir uns viel mit einem unserer Lieblinge auf dem Hof beschäftigen: Uwe. Uwe ist eines der Ferkel auf dem Hof, die jetzt schon ca. ein halbes Jahr alt sind. Schon von Anfang an ist uns Uwe besonders aufgefallen und war schon immer zutraulicher als die anderen. Also haben wir angefangen mit ihr (Ja…Uwe ist ein Mädchen aber das wussten wir zum Zeitpunkt der Namensgebung noch nicht…und jetzt ist es zu spät) zu üben, dass sie hört wenn man sie ruft und an der Leine läuft. Das klappt auch wirklich super, sodass wir bald (wenn sie richtig in ihr Geschirr gewachsen ist) auch draußen spazieren gehen können und nicht nur im Gehege. Sofern wir Uwe soweit „ausgebildet“ bekommen,  dass auch andere mit ihm kuscheln können oder vlt. sogar spazieren gehen können, wird sie auch nicht geschlachtet, was uns natürlich umso motivierter macht.

Anneleen

25.-29.06.2018

Und eine weitere Woche ohne Pauline liegt hinter mir. Die Motivation zu finden, alleine zu arbeiten und produktiv zu sein, wenn man das alleine tun muss war wohl meine größte Herrausforderung. Dank der warmen Temperaturen hat sich das Unkraut netterweise zurück gehalten und ich musste nur einmal in den Garten. Auch auf dem Acker gab es nur wenig zu planzen, also hatte ich ganz viel Zeit für Esel- immerhin etwas :D

Mein Eselchen fand die Temperaturen allerdings nicht unbedingt so super, weil ja dann doch immer viele Bremsen unterwegs sind. Trotzdem haben wir morgens oder abends immer eine ganz schöne Runde über den Hof gedreht und mal die Grenzen unserer Koppeln erreicht- die sind ziemlich weit weg, wie ich festgestellt habe :D Dort hat sie sich dann tatsächlich zum ersten Mal wie ein normales Pferd erschrocken und ist auch einfach mal mit mir losgelaufen. Nach 3 Metern Galopp wars dann aber auch schon wieder gut  und sie war von 100 wieder auf 0- ist halt doch mein Eselchen.  Ansonsten hat sie sich super benommen und es hat wirklich Spaß gemacht mit ihr ein bisschen auf Erkundungstour zu gehen. Am Dienstag haben wir außerdem zum ersten Mal mit den Leuten aus der Therapie etwas mit Esel gemacht. Dabei hat sie sich auch super benommen und ganz selbstverständlich auch mit den „Fremden“ gearbeitet, die sich aber auch wirklich gut angestellt haben. Für mich war es auch mal ganz schön mit den Leuten etwas zu machen und zu sehen, wie sie genauso wie ich und Esel Spaß an der Arbeit auf dem Hof haben.

Ansonsten ging es weiter mit den Plakaten. Zum Ende der Woche hat mich dann noch eine FÖJlerin aus meiner Seminargruppe besucht- einige kennen sie vlt. als Kuchen-Barfrau vom Gartenfest ;) Zusammen waren wir mit Esel im See und haben auch einen entlaufenen Eber eingefangen- sehr aufregend alles auf dem Biohof :D Auch wenn ich also wieder nicht ganz alleine war freue ich mich schon sehr, dass Pauline nächste Woche wohl wieder da sein wird.

Anneleen

18.-22.06.2018

Diese Woche war ich tatsächlich auch wieder in Begleitung (zumindest am Montag). Da war eine Praktikums-Anwärterin aus Menslage da, der ich auch einen Einblick in den Hofalltag geben durfte. Also stand wieder mal Roundpen und pflanzen auf dem Plan.

Die restliche Woche war wenig aufregend. Mit Esel bin ich entspannt geritten und wir waren zum ersten mal alleine etwas weiter draußen unterwegs, was für Esel natürlich kein großes Ding war. Weniger stolz konnte ich auf Lotte sein, die sich im Roundpen zwar eigentlich ganz gut anstellt und mir teilweise auch schon wirklich zuhört. Allerdings hatten wir am Dienstag ein ganz besonders gefährliches Monster im Wald, was die kleine dann doch ziemlich aus der Fassung gebracht hat. Also musste ich sie erst mal wieder daran erinnern, dass man mich trotz des Monsters nicht einfach so ignorieren kann.

Als es der Regen zugelassen hat, war ich auch im Garten im Kampf gegen das Unkraut und zum pflanzen auf dem Feld unterwegs. Außerdem habe ich mich auch ein bisschen um unseren (Vor-)Garten gekümmert, den man nun fast als solchen erkennt…davor sah es doch eher aus wie ein kleiner Dschungel.

Ansonsten war ich wetterbedingt drinnen tätig. Neben der Website habe ich auch mit einem neuen „Projekt“ begonnen. Wir werden ein Plakat über die Arbeit mit den Pferden und eins zu unserem Klostergarten machen, welche dann als Überbleibsel von uns im Garten lassen werden. Dazu müssen jetzt Struktur, Bilder und Texte überlegt werden und dieses dann mit einem Programm umgesetzt werden, also sind meine Regentage nun auch gut verplant.

Anneleen

11.-15.06.2018

In dieser und auch in der nächsten Woche ist Pauline leider nicht da aber ich war trotzdem nicht „alleine“. Nachdem ich Montag einen eher entspannten Tag hatte, um mich vom Wochenende ein bisschen zu erholen, und Dienstag mal wieder auf Esel geritten bin, haben wir Mittwoch Besuch von Emma bekommen.  Emma ist eine der neuen FÖJlerinen fürs nächste Jahr und wollte schon mal einige Tage in den Hofalltag schnuppern.  

Mit ihr zusammen habe ich also „ganz normal“ von Mittwoch bis Freitag gearbeitet. Dazu gehörte natürlich der Garten, den wir bestmöglich in dem guten Zustand vom Fest erhalten wollen- also stand mal wieder Unkraut auf dem Plan. Außerdem sind unsere bestellten Pflanzen endlich mal angekommen, sodass unser Klostergarten nun auch komplett ist. Nach der langen Organisations-Pause in der letzten Woche gab es dann auch einige Salate und andere Pflanzen für den Acker einzupflanzen und auch noch einiges zu pikieren. Damit haben wir unseren Donnerstag verbracht und Emma hat gleich mal mitbekommen, wie lange man sich bei uns doch mit Pflanzen beschäftigen kann.

Die Pferde sind aber natürlich trotzdem nicht zu kurz gekommen. Mit Esel haben wir jeden Tag im Roundpen gearbeitet, damit Emma da schon mal ein bisschen Routine bekommt (was sie auch schon sehr gut macht) und damit Esel ein bisschen ausgepowert wird. Im Moment geht es mir beim reiten nämlich darum, dass Esel lernt, dass wir auch mal ganz in Ruhe nur Schritt gehen und nicht immer galoppieren müssen, damit sie wieder etwas ruhiger wird und nicht immer so schnell läuft.

Mit Arya haben wir auch etwas im Roundpen gearbeitet, wobei mir wieder einmal deutlich geworden ist, wie unterschiedlich Esel und Arya doch sind. Während Esel recht schnell und ohne viele Probleme neue Menschen akzeptiert (sofern sie sich bestimmt im Roundpen verhalten können) hinterfragt Arya doch sehr stark das jeweilige Chef-Potential. Aber letztendlich ist es dann doch sehr zufriedenstellend, wenn sich auch so ein eher forderndes und skeptisches Pferd entspannt und sich anschließt.  Zusätzlich habe ich auch intensiver mit Lotte begonnen, die ihre Sache wirklich schon gut macht, auch wenn sie schon sehr aufgeregt und durchaus auch noch etwas respektlos ist aber sie ist ja nun auch noch wirklich sehr jung und bekommt dementsprechend natürlich auch mehr Zeit.

Anneleen

03.06.-10.06.2018

Diese Woche stand ganz unter dem Thema „Gartenfest“. Damit der Garten dann auch wirklich schön aussieht, haben wir viel Zeit mit Unkrautbekämpfung und dem endgültigen Feinschliff unseres Klostergartens verbracht. Diesen konnten wir als unser FÖJ-Projekt diese Woche fertig stellen und sind (genau wie die Leute vom Hof) doch recht zufrieden damit, wie es nun letztendlich aussieht. Auch sonst sieht der Garten wirklich super aus, weil netterweise auch alle tatkräftig mit angepackt haben.

Mit den Pferden haben wir die ganze Woche für unseren Auftritt am Sonntag geübt, sodass wir uns am „Tag der Tage“ auch sicher fühlen konnten. Mit Esel habe ich also viel auf der Wiese gelenkt uns stehen geübt, was trotz vieler Bremsen und der teilweise extremen wärme auch immer besser klappt. Pauline und Arya waren jeden Tag im improvisierten Roundpen. In der neuen Umgebung musste Arya natürlich nochmal ein bisschen austesten, ob Pauline auch wirklich der Chef ist aber auch sie hat dann festgestellt , dass es nicht am Ort liegt, dass Pauline das sagen hat.

Ansonsten haben wir viel vorbereitet und rumgeräumt, Kuchen gebacken und die ganzen kleinen Dinge getan, die bei so einem Fest nun mal anfallen.

Am Sonntag war es dann soweit: Unser „Tag des offenen Gartens“ war gekommen. Anfangs sah es doch noch sehr leer aus, jedoch füllte es sich mit der Zeit und insgesamt waren doch mehr Leute da, als wir erwartet hatten. Durch das Feedback, was wir über den Tag so bekommen haben, können wir sagen, dass die Band, die Führung und auch unsere Pferde-Vorführung wirklich gut angekommen sind und alle einen schönen Tag hatten. Durch die Mithilfe von den Hofleuten hatten wir genügend Sitzmöglichkeiten, Schattenplätze, Kuchen, Getränke und Zeit, auch mal neue Leute aus dem Verein oder Kunden kennenzulernen. Neben dem guten Gefühl, mit unseren Pferden etwas Vorzeigbares erreicht zu haben, haben wir viele Menschen getroffen und sind dabei auf viele interessierte Fragen gestoßen- ein wirklich gelungener Tag. An dieser Stelle auch nochmal vielen Dank an unsere Helfer, Kuchenbäcker- und Verkäufer und alle Interessierten, die da waren und ein herzliches Hallo dem ein oder anderen neuen Leser, den wir hier vielleicht gewinnen konnten. Einige Impressionen vom Fest findet ihr bei "Aktuelles" auf dieser Website.

Anneleen

Anfang Mai bis Anfang Juni

Wie die fleißigen Leser unter euch sicherlich mitbekommen haben, sind unsere Berichte im letzten Monat ausgeblieben. Das lag daran, dass der Vereinslaptop anderweitig im Einsatz war…aber jetzt haben wir ihn wieder und berichten nun mal gebündelt was hier im letzten Monat so los war.

Bei den Pferden ist einiges passiert- schönes und weniger schönes. Bei Pauline und Arya läuft es eigentlich wirklich super. Paulines gutes Gefühl hat sich bestätigt und auf dem neuen Platz gab es noch keine nennenswerten Ausfälle oder Probleme. Auch wenn die anderen mal nicht daneben standen war sie händelbar, jedoch lassen wir sie erstmal daneben, damit Arya sich besser konzentrieren und auf die neuen Aufgaben konzentrieren kann. Das klappt auch super, sodass auch schon der erste, gewollte Galopp hinter den beiden liegt. Wie gut das klappt hängt noch ein bisschen von Aryas Tagesform ab aber Pauline hat sie nun immer unter Kontrolle. Natürlich muss sie sich alles immer noch sehr genau anschauen aber rennt nicht mehr einfach weg. Auch Rückwärtsgehen ist noch nicht so ganz ihre Lieblingsdiziplin aber auch das werden die beiden wohl  hinbekommen.

Eselchen war beim Reiten sehr motiviert dabei und hat wirklich alles super mitgemacht. Galoppieren ist nun auch gar kein Problem mehr und mittlerweile ihre Lieblingsdisziplin geworden. Das liegt vermutlich auch daran, dass sie allgemein fast schon zu motiviert ist und ich alle Mühe habe, dass sie entspannt und ruhig läuft. Ich denke, das liegt auch ein bisschen daran, dass sie ja grundsätzlich versucht alles richtig zu machen und sich dann ein bisschen reinsteigert. Johann hat sich zwischendurch auch mal draufgesetzt um zu gucken, wie weit wir sind und meinte auch: „Alles gut aber sie will alles irgendwie besser machen als sie kann.“ Nun ja vllt. Hilft ihr die kleine Pause, die wir einlegen mussten, das ganze wieder etwas lockerer zu sehen. Da das reiten nämlich so gut lief wollten wir uns nun auch mal wieder der Zugarbeit widmen, wurden jedoch ein wenig ausgebremst. Esel hatte ja schon immer Probleme mit ihrem Ekzem aber dieses Jahr war es trotz Decke und Fliegenhaube sehr extrem. Sie hatte sich oben am Kopf alles blutig gekratzt, sodass die Trense und die Fliegen beim Arbeiten für sie doch sehr unangenehm waren. Jetzt hatte sie eine Woche „Hausarest“ und hat Salbe bekommen, sodass die Wunden gut verheilt sind. Unsere Stuten sind da alle etwas anfälliger, sodass sie Tagsüber jetzt reinkommen und Nachts auf die Koppel dürfen, wenn es nicht so warm und voller Fliegen/Bremsen ist. Esel kann jetzt Nachts auch schon wieder raus und wir konnten die Arbeit wieder aufnehmen. Die ersten Meter mit Egge oder Reifen + Passagier hat sie super gemacht und jetzt übern wir nur noch das geradeausgehen und stehen ohne „rumzuhibbeln“, was aber denke ich mit der Routine wie von selbst kommen wird.

Neben den Pferden hat sich auch im Garten einiges getan. Es gibt kaum joch einen leeren Flecken und alles wächst ganz wundervoll. Das ist zwar schön aber macht die Unkraut-Bekämpfung nicht unbedingt leichter. Trotzdem sind wir (je nach wärme…) top motiviert dabei und haben das auch ganz gut im Griff. Unkraut und auch die ein oder andere zu pikierende Pflanze sind mittlerweile schon Routine geworden und gleichzeitig konnten wir auch mit unserem Klostergarten so richtig durchstarten. Bis auf einige Pflanzen, die nach unserer Bestellung leider immer noch nicht da sind, ist dieser fertig. Wir haben unsere Tonschilder aufgestellt und auch Infoschilder, Kategorieschilder und ein allgemeines Infoschild stehen und machen (wie wir finden) doch was her. Davon kann man sich am Sonntag beim Tag der offenen Tür auch selbst überzeugen. Die Infos bzw. der Flyer sind bei Aktuelles zu finden.

Anneleen

Bei Pauline und Arya sieht es mittlerweile schon wirklich entspannt aus...
...und Eselchen und ich haben bei diesen Temperaturen auch so unsere Entspannung gefunden :D

02.-04.05.2018

Diese Woche war durch den Feiertag eine sehr kurze. Das Unkraut hat die zwei Tage, die wir länger weg waren, natürlich auch sofort voll ausgekostet. Deshalb durften wir uns die letzten Tage sehr dem Garten widmen. Jetzt haben wir alles, was ungewollt wächst wieder einigermaßen im Griff, einiges neues auf dem Feld gepflanzt und sind zusätzlich unserem Frühjahrsziel, dem Klostergarten, wieder einen großen Schritt näher gekommen, da wir nun alle Beete so frei gemacht haben, dass wir bald unsere geplanten Pflanzen dort einpflanzen können.

Die Pferde sind dementsprechend diese Woche um einiges Kürzer gekommen. Doch Stella macht trotz dessen und trotz zusätzlich erschwerter Bedingungen  aufgrund der zunehmenden Fliegen, mit denen sie bekanntlich ein für ihre Verhältnisse sehr großes Problem hat, keine Rückschritte. Arya schlägt sich unter den neuen Umständen auch noch immer sehr tapfer, sodass ich es langsam wage optimistisch vorauszuschauen.

Pauline

 

23.-27.04.2018

Diese Woche sind wir auch mal aus unserem Biohofparadies in die große, weite Welt gekommen und dann sogar noch viel weiter.  Wir haben nämlich Gehör von mehreren 1000 Leuten bekommen, denn wir waren bei NDR 1 im Radio.  Wir waren in der Sendung "Plattenkiste" im Interview und haben das Programm mitgestaltet.  Mittlerweile kann man den Beitrag sogar mit Video im Internet sehen: https://www.ndr.de/…/Plattenkiste-Die-Kreislauflandwirtscha…

Da Arya und ich uns unter den momentanen Umständen nicht wirklich auf das eigentliche Reiten konzentrieren können, versuchen wir es jetzt  erstmal unter komplett anderen Umständen. Ich hoffe, dass damit nicht immer ihre komplette Aufmerksamkeit auf die eine unheimliche Ecke, vor der sie immer versucht wegzulaufen, gelenkt wird. Dabei stellen wir den Rest der Herde, der von dort sonst immer zu sehen war, jetzt in die Nähe und haben einen anderen, angrenzenden  Bereich zum Reiten abgezäunt. Bisher ist dort alles noch sehr interessant, aber noch nichts unheimlich gewesen.

Anneleen kann mit Stella mittlerweile schon problemlos im Gelände auch galoppieren und auch auf dem Hofgelände werden die Flächen und Kreise deutlich kleiner. Am Anfang war es auf Grund von Stellas kleineren Koordinationsschwierigkeiten etwas schwierig für sie flüssig zu galoppieren, deshalb ist dieser Fortschritt schon ein besonderer.

Zur Abwechslung haben wir beim Regen auch mal wieder etwas weiter am Projekt Insektenhotel gearbeitet, damit das auch passend zum Frühling und zur bevorstehenden Garteneröffnung größer wird.

Pauline

 

16.-20.04.2018

Langsam werden die Berichte kürzer, wenn das gute Wetter nicht wieder verschwinden möchte. Denn dabei nehmen unsere Hauptaufgaben im Moment so viel Zeit ein, dass die Abwechslung etwas auf der Strecke bleibt.

Bei Anneleen uns Stella gibt es natürlich trotzdem immer ein bisschen etwas Neues. Da Stella ja sichtlich Spaß am Ausreiten hat, haben wir in der letzten Woche das Gelände schon beeindruckend weitläufig erkundet. Ich hab die beiden dabei immer seelisch auf dem Fahrrad unterschützt in den sehr wenigen Momenten, in denen es nötig war.

Mit Arya ist es leider immer noch ein großes Hin und Her. Es gibt Tage, an denen sie gelassen durch alle Ecken läuft und welche, an denen sie panisch vor jeder Kleinigkeit und ganz besonders vor jeder anscheinend nicht vorhandenen Kleinigkeit wegrennt. Wir haben also anscheinend noch ein paar anstrengende Wochen vor uns, in denen wir dran bleiben müssen.

Außerdem haben wir einige Zeit damit verbracht über den Acker zu robben und den angezogenen Salat in Reihen in die Erde zu stecken. Damit uns so eine schöne Arbeit auch in den nächsten Wochen nicht ausgeht, haben wir mit der nächsten Aussaat in die Anzuchttöpfchen auch schon dagegen gewirkt.

Das Unkraut haben wir für diese Woche sogar in den Griff bekommen. Die Betonung liegt da wohl leider auf „für diese Woche“. Jetzt bleiben wir vermutlich weiter schön in der Übung.

Nächste Woche können wir dann vielleicht wieder ein paar mehr Dinge erzählen.

Pauline

 

09.-13.04.2018

Auch diese Woche war das Wetter ja wieder hervorragend, was für uns, auf einem Bauernhof, vor allem viel Arbeit bedeutet. Aber bei Sonnenschein macht das natürlich doppelt so viel Spaß.

Im Garten haben wir weiterhin dem Unkraut den Kampf angesagt, was im Moment doch noch etwas entmutigend wirkt, wenn man sich die Größe des Gartens vor Augen führt aber wir geben unser bestes! Mit dem pikieren sind wir soweit fertig geworden, jetzt müssen dann bald die Pflanzen für April ausgesät werden (nicht das uns noch langweilig wird).

Bei schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturn macht natürlich auch reiten ganz besonders viel Spaß und bringt unsere beiden Mädels auch durchaus mal ins Schwitzen.

Bei Esel liegt das daran, dass wir es tatsächlich geschafft haben, den Galopp auch mit Reiter zu schaffen. Für ein „normales Pferd“ vielleicht nicht so ein großes Ereignis allerdings war Galopp für Esel, oder eher ihre Beinkoordination, ja schon ein Problem. Beim ersten Mal ist sie auch eher ausversehen in den Galopp reingestolpert aber hat das jetzt total für sich entdeckt und ich habe nun eher alle Mühe sie etwas zurück zu halten- aber lieber übermotiviert als lustlos. Auch ansonsten hat Esel sichtlich Spaß am Ausreiten durchs Dorf oder über die umliegenden Feldwege. Brücken, Autos, Hunde, Kühe,… alles kein Problem. Auch Traben geht draußen schon und wir haben sehr viel Spaß daran gemeinsam unsere Umgebung hier zu erkunden.

Auch Arya kommt im Moment durchaus mal ins Schwitzen. Am Anfang der Woche sah es so aus, als hätte sie ihre „Einfach mal losrennen-Mentalität“ hinter sich gelassen und konnte schon entspannter laufen. Allerdings, wie das nun mal so ist im Pferdetraining, kam diese dann doch nochmal durch, sodass Pauline im Moment also mal wieder auszukämpfen hat, wer von den beiden für Tempo und Lenkung zuständig ist. Trotzdem können sie jetzt auch schon kontrolliert und ganz mit Absicht traben. Unterstützt wird sie dabei zwischendurch von Johann und ich bin mir sicher gemeinsam schaffen sie das. Man merkt auch trotz der Rückschritte doch, dass Arya grundsätzlich sehr fein hört und sich gut reiten lässt, wenn sie sich denn konzentriert. Außerdem wird Pauline immer souveräner im Umgang mit Aryas kleinen Sprinteinlagen, sodass es auch bei den Streitigkeiten trotzdem Fortschritte gibt und es die beiden als Team weiterbringt (auch wenn Pauline das währenddessen vielleicht. Nicht unterschreiben würde:D)

Anneleen

 

03.-06.04.2018

Bei super Wetter konnten wir diese Woche sehr viel draußen machen. Im Garten konnten wir unsere angefangene Fläche zu Ende umgraben und weiter fleißig pikieren. Jetzt geht es natürlich sofort weiter. Andere Teile des Gartens warten auch darauf umgegraben zu werden und das Unkraut hat die höheren Temperaturen und die Sonne auch bemerkt.

Auch die Pferde sind wieder mehr an die Arbeit gekommen. Anneleen und Stella waren schon auf den Wiesen des Hofes ausreiten und weil Stella so viel Spaß an diesem Abenteuererlebnis hatte, sind sie auch spontan über die umliegenden Wege spaziert. Ich war die ganze Zeit dabei und Stella sah dabei aus wie auf einer großen Entdeckungstour, was ich für ein junges Pferd alleine und in neuer Umgebung wirklich beeindruckend finde.

Arya und ich haben uns überraschenderweise noch nicht über die Grenzen des Reitplatzes hinaus bewegt und auch da sieht sie noch nicht alles so entspannt wie Stella überall. Es gibt bestimmte Stellen, an denen es sich anscheinend eingebrannt hat, dass da einmal etwas unheimlich war. Sie hat dann die Angewohnheit loszurennen, bis sie nicht mehr weiter kann. Jetzt versuche ich sie sehr intensiv an alles zu gewöhnen und ihr die Angst zu nehmen. Das ist nicht einfach, aber sie hört in solchen Momenten immerhin schon mehr zu.

In einigen Wochen wird noch etwas Besonderes auf uns zu kommen. Wir werden zusammen mit Gregor repräsentativ für den Verein im Radio zu hören sein. Dafür haben wir schon einige Vorbereitungen getroffen. Da das Interview auch gefilmt wird, haben wir uns unter anderem um Vereins-T-Shirts gekümmert. Wir sind gespannt, wie sie letztendlich aussehen.

Pauline

 

26.-29.03.2018

Den immer wieder wechselnden Wetterverhältnissen entsprechend war unsere Woche nicht allzu spannend. Wenn es das Wetter zugelassen hat, waren wir im Garten oder haben noch die restlichen Pflanzen pikiert.

Außerdem konnten wir jeden Tag mit den Pferden arbeiten. Bei Pauline und Arya läuft es im Moment (vor allem im Roundpen) wirklich gut. Arya hört gut zu und hat Pauline nun als Chef akzeptiert. Auch beim Reiten machen die beiden Fortschritte, sodass ich nicht mehr viel mehr als der Seelische Beistand am Rand bin. Allerdings hinterfragt Arya natürlich doch noch einmal öfter, ob sie das Gras am Rand vom Reitplatz nicht doch vlt. essen könnte, statt sich zu konzentrieren.

Mit Esel arbeite ich im Roundpen im Moment am Galopp, da sie ihre Beine da noch nicht so richtig gut sortiert bekommt. Das ist diese Woche allerdings auch schon bedeutend besser geworden und sie konzentriert sich immer besser. Beim Ziehen wird sie auch immer routinierter und ist weiterhin super motiviert. Geritten bin ich diese Woche nur ohne Sattel, was auch wirklich super geht, auch wenn man bei ihren großen Schritten ziemlich durchgeschüttelt wird.

Bei schlechtem Wetter haben wir uns weiter um Anekdoten und unsere Ausarbeitung gekümmert.

Außerdem waren jetzt schon die ersten 3 Bewerberinnen für das FÖJ im nächsten Jahr hier. Auch wenn der Gedanke, dass unser Jahr doch irgendwann rum ist kein Schöner ist, ist das für uns doch sehr spannend. Nicht nur für die Bewerber sondern auch für uns ist es sehr interessant zu sehen, wie andere mit unseren Pferden arbeiten und wie unterschiedlich sie reagieren und agieren.

Anneleen

Ganz viel Harmonie im Rounpen...
...und auch beim Reiten (zumindest für die Fotots :p)

19.-23.03.2018

Es war mal wieder soweit - wir hatten Seminar. Diesmal stand unsere Woche unter dem Thema „Umwelt & Gesellschaft“. Damit haben wir uns mittels ganz unterschiedlicher Beiträge im Welthaus-Barnstorf beschäftigt. Da das Thema sehr weitläufig ist, haben wir uns bei diesem Seminar mit vielen verschiedenen Themen beschäftigt, sind dafür aber nicht so sehr in die Tiefe gegangen.

Über die Woche verteilt waren wieder Beiträge aus der Gruppe und von Gästen dabei, die sich mit Fairer Kleidung, Plastikfasten, Naturschutz und Rassismus, Soja und seine Alternativen in der Tierfütterung und dem Postwachstum  beschäftigt haben. Außerdem haben wir Seedbombs („Samenbomben“- Bälle aus Samen und Erde, die man zur Begrünung in der Stadt auswerfen kann) und vegane Aufstriche gemacht. Essen war bei diesem Seminar sowieso recht zentral, da es unser Selbstversorger-Seminar war. In Kleingruppen haben wir uns  um Frühstück, Mittag und Abendbrot für alle (25 Leute) gekümmert. Durchaus eine schöne aber auch stressige Erfahrung.

Anneleen

 

12.-16.03.2018

Bei wieder etwas aushaltbareren Temperaturen haben wir uns diese Woche auch mal wieder raus getraut. Die letzte Woche von uns ausgesäten Pflanzen sind innerhalb der letzten paar Tage schon deutlich gewachsen, also war es jetzt schon Zeit die ersten Sorten zu Pikieren, das heißt die einzelnen Pflänzchen aus der großen Gruppe in kleine, eigene Töpfe zu pflanzen, in denen sie dann mehr Platz zum Wachsen haben. Weitere Gartenvorbereitungen konnten wir nun bei diesem Wetter und bei nicht gefrorenem Boden auch im Garten selbst treffen. Ein bisschen hatten wir unser tägliches Workout ja auch schon vermisst – das Umgraben.

Auch den Pferden hat man die Motivation nach der Kältepause angemerkt. Ich persönlich habe mich sehr gefreut, dass Arya vor allem wieder Spaß am Laufen hat und nicht, was mich auch nicht gewundert hätte, vortäuscht nach der allzu langen Zeit wieder alles vergessen zu haben, was wir in den Wochen davor erarbeitet haben. Auch mussten wir uns nicht wieder darüber streiten, ob dass hier alles grade eigentlich einen Sinn hat. Das habe ich bei der Arbeit im Roundpen sehr deutlich bemerkt. Dort merkt man sowieso am besten, wenn etwas beim Verhältnis zwischen Mensch und Pferd nicht stimmt, da es die freieste Art miteinander zu arbeiten und zu kommunizieren ist. Außerdem habe ich die Arbeit diese Woche auch vor allem darauf beschränkt, da zum Einen das Wetter immer noch nicht jeden Tag für intensive Arbeit optimal war und wir zum Anderen auch nächste Woche zwangsläufig schon wieder eine Pause einlegen, da wir unser nächstes Seminar haben werden.

Stella war wie immer auch nach der Pause zuverlässig und motiviert bei der Arbeit. Das Reiten wird auch im Trab weiterhin immer feiner und die Zugarbeit immer routinierter, sodass das Zuggewicht schon mit Steinen erhöht wurde und bald sogar möglicherweise schon ein Gewicht in Aussicht ist, mit dem Anneleen und Stella ihrem Ziel einen Pflug zu ziehen immer näher kommen. Während die beiden arbeiten gucken Arya und ich im Moment sehr häufig zu, um einfach herumstehen weiter zu üben. In den letzten Wochen war das häufig wieder ein Problem, doch langsam perfektionieren wir es und wer weiß... vielleicht guckt Arya sich ja auch doch nochmal was bei Stella ab. Alle vier zusammen sind wir diese Woche zum ersten Mal am Fluss spazieren gegangen. Dabei war ruhig bleiben für Arya dann wieder ein großes Problem. In der neuen Umgebung war jedes Geräusch und jede Bewegung bedrohlich und der Rest der Herde viel zu weit weg. Stella dagegen sah aus, als hätte sie einen Abenteuerurlaub gebucht und ist mit Anneleen glücklich durch das hohe Gras gestiefelt ohne sich an der verrückten Arya hinter ihr zu stören.

Pauline

 

Zufrieden mit den ersten pikierten Pflanzen!
 
 
 

05.-09.03.

Da endlich mal wieder ein bisschen besseres Wetter war, konnten wir an einigen Tagen mal wieder mit den Pferden in den Roundpen. Wir waren beide beeindruckt, wie sich unsere Kommunikation mit den Pferden allgemein verbessert hat. Obwohl wir ja nun schon lange nicht mehr im Roundpen gearbeitet haben, konnte man deutlich merken, dass wir in der Zwischenzeit schon mehr zu einem bzw. zwei Teams zusammengewachsen sind, die sich gegenseitig verstehen und einschätzen können.

Parallel dazu konnte Pauline mit Arya auch wieder mit dem longieren beginnen. Auch wenn wir zwar lieber frei mit den Pferden arbeiten, geht es mit Arya beim longieren um die altbekannte Cheffrage. Bei den letzten Versuchen, sie zu longieren war Arya doch wenig kooperativ und ist im Prinzip einfach abgehauen, sodass sie niemand halten konnte. Jetzt hat Pauline langsam wieder begonnen mit ihr daran zu arbeiten und es klappt bis auf einige kleine Buckler sehr gut.

Mit Stella muss ich jetzt beim Reiten an ihrer Kondition arbeiten, sodass wir viel Traben und dabei auch an ihrer allgemeinen Beweglichkeit arbeiten. Sowohl für sie als auch für mich eine durchaus anstrengende Aufgabe aber wir sind beiden motiviert. Zur Abwechslung dazu steigern wir bei der Zugarbeit langsam das Gewicht, sodass Stella bald bereit für die richtigen Zugmaschinen ist. Gleichzeitig ist natürlich auch diese Arbeit gut zum Muskelaufbau und ihre Kondition.

An den weniger schönen Tagen konnten wir im Folientunnel weiter mit den Pflanzen weiterkommen. Wir konnten nun schon die ersten Pflanzen pikieren, also kleine Pflanzen vom Aussäen einzeln in größere Töpfe umpflanzen, sodass sie besser wachsen können. Auch wenn das sehr lange dauert und manchmal gar nicht so einfach ist wie es sich anhört, macht es doch Spaß.

Zuerst werden immer ca. 10 Samen einer Sorte (einer der vielen Sorten...:D) auf ein kleines Areal gepflanzt...
...und dann (je nach Pflanze unterschiedlich-bei den meisten ca. eine Woche) je 3 der kleinen Pflänzchen in eine größeren Topf gepflanzt.

Anneleen

26.02-02.03

Diese Woche waren die eisigen Temperaturen dann doch so extrem, dass die Arbeit mit den Pferden eigentlich gar nicht möglich war, da es nur ein unnötiges Verletzungsrisiko gewesen wäre. Dafür haben sie jeden Tag Streicheleinheiten im Stall neben unserem Haus bekommen und vielleicht freuen sich nach der doch vergleichsweise langweiligen Zeit auch ein bisschen, wenn wir nächste Woche dann (hoffentlich) wieder etwas mehr machen können.

Bei solchem Wetter ist auf dem Hof auch sonst nicht allzu viel los, sodass wir eigentlich unsere ganze Zeit in unseren Gartenplan gesteckt haben und ihn jetzt soweit es geht fertigstellen konnten. Außerdem haben wir weitere Pflanzenschilder hergestellt, um nach und nach eines für jede Pflanze im Karlsgarten zu haben und so im Frühling dann eine einheitliche Kennzeichnung der Pflanzen möglich ist. Dabei mussten wir natürlich auch an Manfred denken (wir hatten ja von unserem süßen kleinen Nebenerzeugniss beim letzten Schilder machen berichtet) und habe ihm ein paar Freunde ermöglicht. Nun lebt er (wie alle Tiere auf dem Hof) in einem Sozialverband und in Freilandhaltung. Im Moment müssen sie leider wegen der Temperaturen noch mit viel Auslauf und Sonnenlicht bei uns im Haus vorlieb nehmen aber im Frühling kommen sie dann natürlich raus :p

Als kleiner Ausgleich konnten wir schon die ersten Samen im Folientunnel einpflanzen und die wachsen jetzt bei schönen, warmen Temperaturen im Laden unter einer Lampe wachsen, im Moment durchaus beneidenswert.

Manfred und seine Freunde in ihrem Winterdomizil, ihrem "Platz an der Sonne"
Trotz eisiger Temperaturen haben wir am Donnerstag ein sehr niedliches neues Gesicht auf dem Hof Begrüßen dürfen

Anneleen

19.-23.02.

Auch diese Woche war es wieder so kalt, dass wir nur nachmittags draußen mit den Pferden arbeiten konnten. Vormittags haben wir viel Zeit damit verbracht weiter nach passenden Pflanzen für den Klostergarten zu suchen und alle wichtigen Informationen herauszufinden. Außerdem hatten wir die ehrenvolle Aufgabe viele, viele Samentütchen nach den Aussaatmonaten zu sortieren, um bald die ersten im Folientunnel und Gewächshaus zu säen und sie später zu pikieren.

Wenn wir uns dann nachmittags den Pferden widmen konnten, haben wir vor allem alles in den letzten Wochen Gelernte wiederholt und vertieft. Mit Stella bereitet Anneleen nun immer ein Stückchen mehr des Hofes. So kann sie sich an viele neue Situationen und Geräusche gewöhnen, was sie sehr erfolgreich meistert.

Mit Arya war es diese Woche dabei doppelt spannend. Auf der einen Seite ist es jedes Mal wieder beeindruckend für mich, wie gut sie schon alles versteht und wie fein sie die Dinge umsetzten kann (zumindest, wenn sie nicht grade wieder einen Anflug von Widerstand bekommt und austesten will, wie weit sie kommt, wenn sie jetzt mal gar nicht macht, was man von ihr möchte). Auf der anderen Seite bin ich diese Woche endlich zum lang erwarteten ersten Adrenalinkick gekommen. Nachdem anscheinend ein ganz bedrohliches unsichtbares Monster über die angrenzenden Wiesen gelaufen sein muss, hat Arya zum ersten Mal die gesamte Reitplatzlänge für volles Tempo genutzt. An dieser Stelle kann ich eindeutig bestätigen, dass unsere Pferde wirklich schnell sind, wenn sie wollen und auch mit 1 PS läuft die Beschleunigung ganz gut. Arya war anscheinend auch sehr überrascht, dass dieses Gewicht auf ihrem Rücken auch im Galopp bleibt und hat vermutlich aus Verwunderung angefangen zu buckeln. Es war nicht ganz einfach drauf zu bleiben, aber mit Ende des Platzes war das Rodeo dann auch vorbei. Als wir uns die Stelle dann nochmal angeguckt haben, lief es nochmal ganz genauso. Seit dem arbeiten wir sehr ruhig und es wird wieder deutlich besser.

Pauline

 

12.-16-02.2018

Auch wenn wir total motiviert vom Seminar zurückgekommen sind, hat uns das Wetter mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Durch den Frost war der Boden morgens immer zu hart, um etwas mit den Pferden zu machen, sodass wir dann erst nachmittags (wenn überhaupt) starten konnten.  Trotzdem sind Arya und Pauline wirklich gut weitergekommen. Sie hatten eine intensive Reiteinheit zusammen mit Johann und Pauline konnte die eine oder andere Diskussion dann doch für sich entscheiden. Arya wird es ihr vermutlich nicht ganz so einfach machen wie Eselchen es mir gemacht hat aber die beiden schaffen das. Eselchen und ich haben bei dem schlechten Boden das Reiten diese Woche mal pausiert und haben ein bisschen Zugarbeit und Bodenarbeit gemacht. Das hat ihr auch sichtlich Spaß gemacht und sie war motiviert dabei.

Ansonsten waren wir den Tag über drinnen, weil bei dem gefrorenen Boden auch im Garten nichts zu tun ist. Allerdings haben wir uns trotzdem sehr intensiv mit ihm beschäftigt. Am Montag waren wir nämlich bei Christa und haben mit ihr unsere Ideen für den umgestalteten Klostergarten besprochen. Nun sind wir dabei uns durch diverse Bücher zu kämpfen und uns für die Pflanzen zu entscheiden, die im neuen Klostergarten stehen sollen. Wie genau das alles aussehen wird, werden wir berichten, wenn der Plan endgültig steht. Bis dahin haben wir aber noch einige Seiten vor uns.

Zwischendurch durften wir auch mal in die Zaunflechtarbeiten reinschnuppern und den wahren Profis ein wenig zur Hand gehen:p  Am Samstag waren wir mal wieder gemeinsam auf dem Markt :)

Anneleen

 

05.-09.02.2018

Diese Woche waren wir ja wie gesagt auf unserem 3. Seminar im Energie- und Umweltzentrum in Eldagsen bei Hannover. Wie der Name schon vermuten lässt, ging es in dieser Woche um das Thema Klima und Ressourcen. Dazu gab es verschiedenste Referenten, die uns ihre Themen auf verschiedenste Weise nahe gebracht haben. Zum Beispiel war jemand von Geoskopia mit aktuellen Satelliten Bildern der Welt da. Mit ihm haben wir uns die Auswirkungen vom Klimawandel oder allgemein des menschlichen Handelns anhand dieser Bilder angeschaut. Außerdem haben wir etwas über Braunkohleabbau und Niederig-Energiehäuser gelernt.

Auch dieses Seminar war wieder sehr beeindruckend und hat viele Anstöße zum Nachdenken über das eigene Verhalten und dessen Auswirkungen gegeben. Nach einer Woche mit sehr vielen Infos und vielen teils schwer verdaulichen Themen freut man sich dann aber umso mehr auf den Hofalltag und vor allem natürlich auf unsere Pferde.

Trotz doch sehr frostigen Temperaturen waren wir auch in der Natur unterwegs

Anneleen

 

29.01.-01.02.2018

Unser Motto „endlich mal wieder Gartenarbeit“ von letzter Woche konnten wir leider nur am Anfang dieser Woche halten, dann machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir mussten eine Pause in unseren Umgrabealltag einlegen. Jetzt hoffen wir, dass das Wetter bald wieder besser wird, damit unsere grade neu dazu gewonnen Muskeln nicht schon wieder weg sind und wir fleißig weiter graben können. Das Wetter hat uns allerdings trotzdem nicht dazu gebracht den Garten in diesen Tagen aus den Augen zu verlieren. Auch wenn wir zwar keine anstrengende Frühjahrsvorbereitung betreiben können, gibt es trotzdem immer genug, was auch drinnen vorbereitet werden kann. Auch drinnen konnten wir uns die Hände dreckig machen, indem wir nach einem gelungenen Versuch vor ein paar Wochen nun die ersten richtigen Pflanzenschilder aus Ton machen konnten. Außerdem haben wir den die Beete, die wir bald umgestalten werden ausgemessen und einen Gartenplan erstellt, der uns bald helfen soll all unsere wirren Ideen, wo welche Pflanze denn wohl am besten hinpasst, zu ordnen und festzuhalten. Mal sehen, ob das genauso geordnet klappt.

Die ersten fertigen Pflanzenschilder.
Zufällig ist auch "Manfred" bei der Schilderherstellung entstanden.

Stella übt weiterhin fleißig beim Ziehen und das Reiten wird immer routinierter. So können sie und Anneleen jetzt schon neben dem freien Reiten auf Wiese auch selbstständig über den Hof reiten. Auch dabei sieht Stella in meinen Augen immer sehr gelassen aus und lässt sich, auch von den deutlich mehr Einflüssen dort als auf dem Reitplatz, nicht aus der Ruhe bringen.

Arya hat sich mittlerweile soweit an das Gebiss gewöhnt, dass ich angefangen habe mit ihr damit zu arbeiten. Dafür habe ich erst im Stehen geguckt, ob sie auf den Druck durch das Gebiss reagiert. Da sie das wirklich hervorragend gemacht hat, sind wir dann erst mit Führung von Anneleen zum Lenken und danach zum Reiten übergegangen. Mittlerweile kann ich stolz behaupten, dass der Begriff Reiten für die Trainingseinheit, die ich auf ihrem Rücken verbringe, auch nicht mehr vollkommen übertrieben ist. Denn jetzt haben wir schon die ersten Meter mit Trense und ohne Anneleen an unserer Seite erfolgreich zurückgelegt.

Anneleen uns Stella kräftig am Reifen.
Arya bei ihren ersten eigenen Schritten.

Wie man an den Daten unschwer erkennen kann, war diese Woche eine verkürzte Woche für uns und nun verabschieden wir uns auch für eine ganze Woche. Denn nächste Woche kommt wieder eine Seminarwoche auf uns zu. Diesmal zum Thema „Klima- und Ressourcenschutz“ im Energie- und Umweltzentrum Eldagsen. Durch die zufällige Nähe zu Anneleens Heimat, nutzen wir die Gelegenheit und ich lasse mir am Wochenende und eben auch am Freitag vor dem Seminar Anneleens zu Hause zeigen.

Pauline

22.-26.01.2018

Endlich mal wieder Gartenarbeit- das beschreibt unsere Woche ganz gut :D Da das Wetter einigermaßen gut war( mal kein Regen, yay) konnten wir uns mal wieder der Gartenarbeit widmen. Im Moment sind wir dabei eine Gartenfläche per Hand umzugraben, was genau so ist wie es klingt: anstrengend und zeitaufwändig, jedoch zufriedenstellender als Unkraut zupfen oder gar nicht an die frische Luft zu kommen. Unsere Aufgabe ist es dabei zuerst ca. eine Schaufel breit die obere Schicht des Bodens (hauptsächlich Gras mit Wurzeln) abzutragen und dann die Erde ca. eine Spartenbreite aufzulockern. Dabei entsteht eine Art Furche, da die Erde ein Stückchen weiter geschaufelt wird. In diese Furche kommt dann das Gras der nächsten Reihe und wird dann mit der entsprechenden Erde bedeckt, sodass am Ende eine fruchtbare, aufgelockerte Nutzfläche entsteht, bei der die vorhandene Biomasse genutzt wurde, um die Bodenqualität zu verbessern. Dadurch kann die Fläche für den Anbau von Pflanzen effizient und nachhaltig genutzt werden.

Bei unserer Arbeit hatten wir tatkräftige Unterstützung, ohne die wir am Ende....
...nicht so zufrieden mit der getanen Arbeit gewesen wären. Ob wir allerdings genauso hart gearbeitet haben wie Asta, lässt sich nicht genau sagen :D

Bei den Pferden gab es auch eine Änderung. Bilbo ist jetzt komplett umgezogen. Er steht jetzt tagsüber mit Willi draußen auf einer Koppel neben Fokko, weil er Bilbo auf seiner Koppel dann doch noch nicht akzeptieren würde. Nachts steht er mit den beiden im Stall. Marka (seine Mutter) findet das natürlich nicht so gut und ruft sehr viel aber sie wird sich mit der Zeit daran gewöhnen und sich dann auch wieder entspannen können.

Auch wenn Bilbo seine überschüssige Energie regelmäßig an Willi auslässt und ihn schon auch ziemlich nerven kann, ...
...verstehen sie sich eigentlich ziemlich gut.
 

Mit Stella habe ich am Trab gearbeitet, was auf der großen Koppel auch schon viel besser klappt, jedoch ist sie im Moment sehr motiviert und durch Markas Unruhe auch immer ein wenig abgelenkt, sodass wir am Anfang immer sehr lange Schritt gehen müssen, bis sie nicht immer von alleine lostraben will. Aber besser zu viel als zu wenig Motivation :p Das gilt auch für's ziehen, aber auch da ist sie total motiviert bei der Sache und lässt sich immer besser lenken, da sie sich recht gut an den Reifen gewöhnt hat.

Pauline und Arya üben weiterhin das Lenken, wobei Arya nun auch mal etwas gefordert wird. Wie zu erwarten, sieht sie es nicht immer sofort ein, sich von hinten irgendwelche Anweisungen geben zu lassen und diskutiert gerne etwas länger mit Pauline. Grundsätzlich hat sie aber schon verstanden was sie machen soll und macht das auch wirklich gut, wenn sie dann akzeptiert hat, dass das jetzt numal ihr Job ist. In Sachen reiten können wir mit Arya nun auch schon über den Platz gehen (noch geführt) und sie stört sich nicht mehr bzw. ist nicht mehr verwirrt oder abgelenkt von dem Menschen auf ihrem Rücken. Das Trensen klappt auch schon besser und Arya akzeptiert das Gebiss soweit ganz gut.

Neben dem eigentlichen Training konnten wir uns mal einen Pferdeanhänger aus der Nähe angucken und die beiden wollten direkt einsteigen, also sind wir dann "einfach mal reingegangen". Klingt jetzt sehr einfach, war es tatsächlich auch, was bei so jungen Pferden, die das zum ersten Mal machen absolut nicht normal ist, aber sie sind halt doch die besten <3

Anneleen

 

 

15.01-19.01.2018

Diese Woche war Pauline ab Montagabend nicht da, sodass Arya bis auf Montag frei hatte. Montag hat sie sich allerdings sehr gut gemacht. Sie lässt sich jetzt sicher und ohne Hilfe von Pauline am langen Zügel lenken und findet daran nun auch Spaß und ist motiviert dabei. Außerdem haben wir nach den Einheiten nun auch begonnen, sie schon mal an einen Reiter zu gewöhnen. Sie macht sich bislang wirklich gut und bleibt ob mit Reiter oder bei der Langzügelarbeit ruhig und konzentriert.

Arya und Pauline bei der Arbeit...
...und bei den ersten "Reitversuchen"

Mit Stella habe ich diese Woche weiter mit Eselchen das Ziehen geübt und sie lässt sich auch mit Reifen hinter sich ohne Hilfe lenken.  Auch am Reiten arbeiten wir natürlich weiter. Im Schritt lässt sie sich sehr fein lenken und auch das Tempo lässt sich gut regulieren. Im Trab müssen wir jetzt verstärkt daran arbeiten, dass sie sich ausbalanciert und sich dann auch im Trab sicherer/feiner lenken lässt.

Außerdem habe ich einige Fotos gemacht, als es hier dann doch mal geschneit hat und mich ansonsten um den Instagram Account gekümmert und weiter für den Klostergarten recherchiert.
Arya und Bilbo standen wohl beim Schneesturm im Wind. Wie ich darauf komme? Weiß auch nicht ;)
Und Eselchen hat wohl neue Talente für sich entdeckt...
...obwohl es schon sehr kalt draußen war. Allerdings wohl nicht kalt genug für den Schal.

 

Am Freitag sind wir dann beide nach Berlin zur „Grünen Woche“ gefahren und waren auch auf der großen Demonstration.

Anneleen

2017

09.-13.10.2017

Eine unserer Aufgaben ist es, die Pferde auf die Feldarbeit vorzubereiten. Stella macht mit ihrem ruhigen Gemüt schnell Fortschritte. Anneleen hat nun angefangen sie zu satteln und an der langen Longe zu lenken. Mittelweile klappt es sehr gut, dass Stella geradeaus läuft, auch wenn niemand wie gewohnt vor, sondern nur noch hinter ihr geht. Ein weiterer wichtiger Punkt in der Arbeit mit den Pferden ist das Schrecktraining. Stella erschrickt sich nicht mehr vor Folien, auch wenn sie auf ihr liegen oder über ihren Kopf gezogen werden. Grundsätzlich gibt es nur sehr wenige Dinge, vor denen sich Stelle erschrickt, was für die Feldarbeiten zwischen den Pflanzen und mit Zugmaschinen sehr von Vorteil ist.

Auch Arya macht Fortschritte. Sie ist noch nicht so weit wie Stella, aber auch sie wird weniger schreckhaft und gewöhnt sich immer mehr daran mit Menschen zu arbeiten.

Im Garten versuchen wir dauerhaft das Unkraut zurückzuhalten und haben nun erste Pflanzen umgepflanzt. Unser Ziel ist es, die Anordnung so zu verändern, dass beispielsweise kleine Pflanzen nicht im Schatten der großen stehen und zwischen allen Pflanzen einige Zentimeter Platz ist.

Pauline

08.-12.01.2018

Wir sind aus dem Weihnachtsurlaub wieder da und voller Tatendrang für das neue Jahr. Deshalb haben wir uns auch direkt mal auf dem Hof nützlich gemacht und beim Holzhacken bzw. spalten geholfen und das Insektenhotel weiter gebaut.

Mit Stella und Arya haben wir uns natürlich auch sofort wieder an die Arbeit gemacht und sind auch schon ein ganzes Stück weiter gekommen. Arya kann Pauline  jetzt schon alleine, ohne führende Person vorne, lenken. An ihrer Motivation müssen wir noch ein bisschen arbeiten, aber im Großen und Ganzen macht sie ihre Sache sehr gut und bemüht sich zu verstehen, was der Mensch  da hinter ihr von ihr will. Auf Stella bin ich diese Woche natürlich wieder geritten und auch sie macht ihre Sache ganz gut, versucht allerdings auch mal zu hinterfragen, ob sie das denn nun wirklich tun muss. Bislang führen diese Diskussionen immer zu der Erkenntnis, dass sie das muss :D Am Freitag haben wir dann auch begonnen, sie an das Geschirr zu gewöhnen und sie einen Reifen ziehen zu lassen. Das hat sie (wie zu erwarten war) wenig beeindruckt, sodass wir dann nächste Woche dabei direkt mit dem Lenken beginnen können.

Auf der Koppel von den Stuten gab es auch eine Änderung. Bilbo wird nun langsam aus der Gruppe ausgegliedert, sodass er bald ganz zu Willi und Fokko auf die Koppel ziehen kann. Begonnen haben wir damit, dass er  Nachts auch in den Stall kommt, sodass er seinen beiden neuen Kumpels schon mal kennenlernen konnte. Freitag haben wir ihn dann zum ersten Mal mit Willi auf der Koppel laufe lassen. Zu erwarten waren eigentlich einige Rangordnungskämpfe und ein bisschen Action aber das Zusammentreffen lief recht unspektakulär ab. Mit Fokko hat er auch schon Bekanntschaft gemacht, jedoch nur durch die Boxentür, was aber schon aufregend genug war, da Fokko (als Hengst) den kleinen halbstarken nicht so einfach akzeptiert.

Anneleen

Mit tatkräftiger Unterstützung macht sogar Gartenarbeit Spaß
Man könnte durchaus sagen, dass unser Schrecktraining erfolgreich (und auch lustig) ist

16.-21.10.2017

Diese Woche haben wir natürlich weiter mit den Pferden gearbeitet. Stella kann mittlerweile komplett ohne weitere Hilfe an der Doppellonge gearbeitet werden und macht das wirklich sehr sehr gut. Außerdem beginnen wir nun so richtig mit den ersten Vorbereitungen für ihre Reitausbildung. Das bedeutet, dass wir mit ihr das Trensen üben, damit sie sich daran gewöhnt genauso wie an einen Reiter auf dem Rücken. Auch hierbei macht sie (wie eigentlich immer) keine Probleme. Außerdem haben wir schon mal das Geschirr für die Feldarbeit anprobiert und können nun auch mit der Zugarbeit beginnen.

Zuvor haben wir die Geschirre und einen weiteren Trainingssattel sauber gemacht und eingefettet(was auch dringend nötig war:D).

Auch Arya macht weitere Fortschritte. Sie wird immer ruhiger und entspannter bzw. entspannt sich immer schneller nachdem dann doch noch manchmal eine gruselige Pfütze für einen kurzen Schreck sorgt. Trotzdem konnten wir jetzt auch mit ihr beginnen, Decken auf ihren Rücken zu legen und nun steht auch dem Satteln nichts mehr im Weg.

Im Garten konnten wir diese Woche wetterbedingt nicht so viel machen, waren dafür aber in der Kürbisernte aktiv und haben mit einem neuen „Projekt“ begonnen, unserem Aufenthaltsraum, in dem wir nach Feierabend Billard oder Tischtennis spielen können oder ein bisschen entspannen, musizieren oder trainieren können.

Dort haben wir erstmals sauber gemacht. Am Samstag wurde dort auch schon der Eingangsbereich gefliest, sodass nächste Woche der Teppich verlegt werden kann. In der Zeit waren wir auf dem Wochenmarkt als Verkäuferinnen unterwegs.

Außerdem haben wir uns weiter um unsere Facebookseite gekümmert, auf der man die Fortschritte der Pferde und unsere Arbeit auch in Bildern verfolgen kann.

https://www.facebook.com/DieFOEJlerUeberDenPeerdehoff/

Anneleen

23.-27.10.2017

Diese Woche haben wir weiter an der Gestaltung unseres Aufenthaltsraums gearbeitet.  Zuerst haben wir die Holztribüne geölt und am Freitag dann auch endlich den Teppich verlegt.

Außerdem haben wir weiter an unserer Facebookseite gearbeitet und dafür vor allem Fotos rausgesucht und ein bisschen bearbeitet, sodass wir auch bald unseren Instagram-Account in Angriff nehmen können.

Natürlich haben wir auch weiter sehr intensiv mit den Pferden gearbeitet. Für Stella stand ein bisschen Entspannung auf dem Programm. Wir haben viel Schrecktraining und andere „Spielereien“ gemacht, dabei allerdings auch weiter das Trensen geübt. Für Arya stand etwas intensivere Arbeit an, da sie mal wieder austesten musste, ob Pauline auch ganz sicher der Chef im Roundpen ist. Am Ende der Woche war sie das aber, was dann auch Arya gemerkt hat, sodass sie dann wirklich gut mitgearbeitet hat. Daher konnten wir auch bei Arya schon mit dem Satteln beginnen. Sie fand das überraschenderweise recht unaufregend.

Da es ja leider auch wieder recht viel geregnet hat, haben wir uns drinnen mit der Suche nach neuen Pflanzenschildern für den Karlsgarten und unserem anstehenden FÖJ-Projekt beschäftigt. Dazu werden wir  irgendwann noch genaueres berichten.

Anneleen

02.-03.11.2017

Über Halloween waren wir zuhause. Ich bin am Mittwoch wiedergekommen und habe Donnerstag und Freitag noch weiter mit Stella gearbeitet. Nach ihrer kleinen Pause fangen wir jetzt wieder mit intensiver Roundpenarbeit an, als Vorbereitung für die ersten Reitversuche nächste Woche.

Außerdem habe ich die Recherche beendet, sodass wir nun die neuen Schilder bestellen können. Außerdem habe ich eine Einführung in die Website bekommen, sodass wir uns nun auch hierum kümmern können und mal ein bisschen Ordnung in die Foto-Datenbank des Vereins bringen.

Am Samstag war ich mit Johann auf dem Wochenmarkt. Pauline kam erst am Samstag wieder.

Anneleen

06.-10.11.2017

Diese Woche konnten wir tatsächlich mit Stella die ersten Schritte mit Reiter wagen. Auch wenn Stella schon viele Entwicklungsschritte schnell und erfolgreich gemacht hat, waren die ersten Reitversuche wirklich beeindruckend. Schnell konnte Anneleen sie komplett alleine im Schritt reiten und ich werde nun nach wenigen Tagen nicht mehr zum Führen gebraucht.

Stella hört sehr gut auf den Menschen auf ihrem Rücken. Das Loslaufen bereitet ihr keinerlei Probleme, sie reagiert auf Gewichtsverlagerungen und Kommandos. Was ihr teilweise noch ein wenig schwer fällt ist das Lenken, was für den Anfang sicherlich normal ist. Manchmal liegt aber sogar dieses Missverständnis an ihrer Aufmerksamkeit, da für ihr Verständnis so stark am Zügel gezogen wurde, dass sie es für das Zeichen zum Anhalten hält.

Auch mit Arya bin ich einen großen Schritt voran gekommen. Nachdem ich nach der etwas längeren Pause erstmal wieder etwas langsamer angefangen habe, konnte sie sich bei freiem Laufen mit Sattel weiter an das Gewicht und das Wackeln auf Ihrem Rücken gewöhnen. Heute haben wir zum ersten Mal an der Doppellonge mit Führung von vorne Start- und Stoppkommandos von hinten gegeben. Das hat nach kurzer Eingewöhnungsphase mit leichter Verwirrung, wieso denn jetzt plötzlich auch noch jemand von hinten etwas will, schon ganz gut funktioniert.

Pauline

Zum ersten Mal auf dem "eigenen" Pferd sitzen...
...ein wirklich tolles Gefühl !

13.-17.11.2017

Diese Woche haben wir den Aufenthaltsraum zu Ende gestaltet. Außerdem haben wir uns für eine bestimmte Art von Pflanzenschildern entschieden. Wir haben vor sie aus Ton selbst zu machen und dafür schon einige Materialien gekauft. Auch für unser Projekt haben wir die Schränke bestellt, in denen wir beispielsweise Saatgut aus dem Karlsgarten anschaulich aufbewahren können.

Mit Stella hat Anneleen hauptsächlich Routinearbeiten  zur Vertiefung des Gelernten gemacht. Aber auch von ihr berichtet Anneleen mittlerweile von langsam anfangenden Diskussionen bei steigenden Anforderungen und steigendem Schwierigkeitsgrad der Aufgaben.

Aufgrund von zunehmendem Matsch und Pfützen im Roundpen, haben wir einen anderen Weg gesucht, um mit den Pferden zu arbeiten. Dafür langsam mit Longieren anzufangen, schien uns eine ganz gute Lösung. Bei Stella lief es den Umständen entsprechend ganz gut. Arya hingegen hat jede Gelegenheit genutzt sich loszureißen oder sich so zu drehen, dass sie quasi unkontrollierbar war. Um dem Problem möglichst aus dem Weg zu gehen, haben wir versucht das Longieren in einem provisorisch aufgebauten Roundpen fortzusetzen, doch auch das war ohne Erfolg. Das hat mir gezeigt, dass man oft nur an neuen Situationen, in denen noch keine Routine ist, merkt, dass das Dominanzverhältnis noch nicht vollkommen geklärt ist.  Also sind wir jetzt wieder einen Schritt zurückgegangen und arbeiten weiter frei und üben Start- und Stoppkommandos am langen Zügel.

Pauline

20.-24.11.2017

In dieser Woche waren wir auf unserem 2. FÖJ-Seminar im Mikado Tagungshaus in Prinzhöfte. Das Thema von diesem Seminar war Nachhaltigkeit, sodass wir uns die Woche über mit verschiedenen Ansichten auseinander gesetzt haben.

Ein großes Thema war die Tierhaltung, insbesondere die Milchkuh-Haltung. Dazu haben wir uns einen konventionellen Milchbetrieb angeschaut und einiges zu den Unterschieden zur Bio-Haltung gelernt. Außerdem haben wir zusammen mit einer Tierethikerin zu den Themen Tierrechten und Tierhaltung gearbeitet. Zusätzlich hatten wir Besuch von jemandem, der über seine geldlose Reise durch Deutschland erzählt hat. Ansonsten hatten wir auch die Möglichkeit selber Sachen vorzustellen die uns interessieren und  wir haben viel selbstständig zu dem Thema gearbeitet. Die Abende haben wir meist alle zusammen im Aufenthaltsraum verbracht und am letzten Abend saßen wir zusammen in einem großen Tippie am Lagerfeuer und haben gemeinsam gesungen.

Alles in allem lässt sich sagen, dass wir auf diesem Seminar sehr viel Zeit hatten, uns mit den vielen neuen Eindrücken auseinanderzusetzen. Es war eine wirklich schöne, spannende aber auch aufwühlende Woche.

Anneleen

27.11.-01.12.2017

Mittlerweile macht sich der Winter immer deutlicher bemerkbar, sodass sich unsere Arbeitsfelder mehr und mehr nach drinnen verlagern oder viel zu vorbereitenden Maßnahmen werden.

So haben wir diese Woche beispielsweise vorbereitend für Führungen im Garten im nächsten Frühjahr die Schränke, die wir vor einiger Zeit bestellt hatten, mit getrocknetem Saatgut befüllt und beschriftet

Außerdem haben wir neben der Arbeit mit den Pferden, die wir, so lange wie es noch geht, wie gewohnt weiterführen, angefangen in der Werkstatt zu arbeiten. Hier haben wir uns an verschiedenen Arbeitsgeräten probiert und unter anderem angefangen weiter an dem Insektenhotel zu arbeiten, dass Nils in seinem FÖJ letztes Jahr angefangen hat. Dank seinen detailreichen Erklärungen, die im Karlsgarten aushängen, wie man ein Insektenhotel optimal baut, mussten wir nicht mehr viel vorbereiten und konnten einfach loslegen mit Sägen,  Bohren und Schleifen. Damit können wir uns in den nächsten Wochen auch noch einige weitere Stunden beschäftigen.

Pauline

04.-08.12.2017

Wir hatten uns vorgenommen die Pflanzenschilder für den Teil des Gartens, den wir gestalten werden, selber zu machen. Nun haben wir einige Tests gemacht, in der nächsten Zeit werden wir viele von diesen Schildern machen können und sie dann auch hier mal zeigen.

Mit Stella hat Anneleen beim Reiten in den letzten Tagen viel Anhalten geübt, denn ihr fällt das Laufen immer einfach, aber das Anhalten und still stehen sehr schwer. Anfangs hat sie sich sehr gegen die Kommandos über das Gebiss gewehrt, doch Stella lernt sehr schnell und gibt Diskussionen auf. Mit Arya arbeite ich Moment mit ruhigeren Arbeiten wieder etwas mehr am Vertrauen, denn durch ihr sehr rebellisches Verhalten in den letzten Wochen musste ich oft erstmal sehr stark daran arbeiten, dass sie mich als ranghöher akzeptiert. Nun, wo unser Verhältnis in der Hinsicht wieder besser ist, können wir uns wieder mehr der Ausgewogenheit von Respekt und Vertrauen widmen.

Indirekt auch für die Pferde haben wir sehr viele Brombeersträuche zurückgeschnitten, ausgegraben und auf der Weide wieder eingepflanzt. Diese etwas sinnlos klingende Aktion soll in Zukunft dazu dienen, dass eine Art lebendiger Zaun um die Weide herum entsteht. Die Pferde gehen durch dichte Brombeersträuche nicht durch, sodass Brombeeren überall da, wo die Stromversorgung auf so riesigen Koppeln wie hier problematisch ist, eine gute, alternative Barriere darstellen würden. Wir hoffen nun, dass die Pflanzen wieder Wurzeln schlagen und wachsen.
Außerdem haben wir anlässlich des Nikolaustages einige weihnachtliche Fotos mit Asta gemacht, was als schöner Nebeneffekt auch ein gutes Kommandotraining war.

Pauline

Auf Dauer ist es dann aber doch alles irgendwie ermüdend.

11.12-15.12.2017

In dieser Woche haben wir uns auf der Website einem etwas längeren Projekt gewidmet: einem Bericht über Asta und der Thematik Wolf. Diesen könnt ihr jetzt auf der Seite „Aktuelles“ lesen. Dafür mussten wir viele Bilder machen, recherchieren und gemeinsam mit den Leuten vom Hof am Inhalt/dem Text arbeiten.

Außerdem haben wir uns auch mal an unseren Instagram-Account gesetzt und schon einige Fotos hochgeladen. Schaut auch da gerne mal vorbei.

Mit den Pferden sind wir diese Woche auch ein ganzes Stück weiter gekommen.

Mit Arya konnten wir jetzt auch das Lenken beginnen. Sie stellt sich dabei bislang recht gut an und versucht gut mitzuarbeiten, auch wenn der Mensch da hinter ihr manchmal noch für einige Verwirrung sorgt. Die wird aber auch immer weniger, sodass wir auch schon die ersten Schritte “alleine“, also ohne jemanden, der sie vorne führt, wagen konnten. Insgesamt wird Arya immer entspannter und findet eigentlich nur noch überraschende Dinge gefährlich oder wenn sie denkt, dass sie alleine bleiben muss, wenn ihre Kollegen schon auf die Koppel dürfen. Jedoch bleibt sie dabei für Pauline händelbar.

Auch mit Stella geht es voran. Nach einer mal etwas längeren „Diskussion“ übers anhalten beim Reiten, hat sie recht schnell eingesehen, dass es für alle besser und entspannter ist, wenn sie es einfach macht. Immer wieder beeindruckend, wie schnell sie lernt und die Regeln, die man ihr vorgibt akzeptiert um mitzuarbeiten. Da das Schrittreiten mit ihr schon so gut klappt, als hätte sie nie etwas anderes gemacht, haben wir nun auch mit traben begonnen. Das macht sie wirklich wie selbstverständlich und benimmt sich wirklich gut. Ich fühle mich auf ihr schon total sicher und mache mir keine Sorgen, dass sie gleich mit mir losrennt, da sie sowohl auf Stimme als auch auf die Zügel sehr gut reagiert.

~Anneleen

Antraben geht super...

...und auch anhalten ist gar kein Problem mehr. Jedes Mal wieder beeindruckend, wie gut sie das alles für ihr Alter meistert :)

FÖJ 2016/17

FÖJler Info

Hallo, mein Name ist Nils Oswald, ich bin 18 Jahre alt und ich absolviere momentan mein FÖJ bei der Kreislauflandwirtschaft de Peerdehoff. Auf dieser Seite werde ich regelmäßig einen kleinen Artikel über verschiedene Themen oder das was Ich in der Woche so gemacht habe, schreiben.

Verabschiedung

Leider ist das hier die letzte Woche meines Freiwilligen Ökologischen Jahres. Anfang August fange ich eine Ausbildung an und nächste Woche ziehe ich um. Deshalb muss ich das FÖJ Ende dieser Woche vorzeitig beenden. Das hier wird also der letzte Eintrag von mir auf dieser Seite. Wahrscheinlich wird eine der neuen FÖJlerinnen diese Seite übernehmen. Ich habe viel gelernt in diesem Jahr und werde es vermissen hier zu arbeiten.  Aber ich hoffe dass meine Nachfolger genauso viel Freude an dem FÖJ hier haben werden wie ich. Diese Einsatzstelle ist sehr empfehlenswert wenn man gerne mit Tieren und Pflanzen arbeiten möchte. Mir gefiel es sehr mich um die vielen verschiedenen Tiere zu kümmern und zu sehen wie sie langsam zutraulicher wurden. Auch das Pikieren von Pflanzen für den Karlsgarten war sehr interessant. Es wäre nett wenn sich die nächsten FÖJler auch viel mit den Tieren beschäftigen da manche sogar schon recht Handzahm sind und es schön wäre wenn das so bleibt. Auch die von mir angefangene Wildbienen-Nisthilfe könnte noch weiter gebaut werden. Natürlich sollte die „Neues aus dem FÖJ“ Seite auch weiter regelmäßig mit Themen gefüllt werden.

Ich hoffe meine Einträge und Themen haben Ihnen gefallen und waren interessant. Ich verabschiede mich hiermit und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.

Nils Oswald

Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs.

(23.09.16)

Seit diesem Jahr wächst in der Nähe des Karlsgartens eine Pflanze namens Japanischer Knöterich. Was diese Pflanze ist und wieso sie entfernt werden muss, versuche ich nun zu erklären.

Was ist der Japanische Staudenknöterich oder kurz Japanknöterich eigentlich?

Der Japanknöterich ist eine Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse. Sie kommt ursprünglich aus China, Korea und Japan. Er wurde nach Europa und Amerika gebracht, um als Äsungs- und Deckungspflanze für die Tiere zu dienen. Allerdings war er dafür nicht geeignet und diente nur noch als Bienenweiden für Imker. Dann fing er an, sich in der Natur auszubreiten.

Japanknöterich am Weidenzaun

Der Japanknöterich breitet sich durch sogenannte Rhizome aus. Dies sind dichte, weit verzweigte Wurzeln die teilweise 2 Meter tief in die Erde ragen. Die Rhizome breiten sich vertikal aus und bilden horizontal Sprosse, die schließlich zu Stauden werden.

Wieso muss er entfernt werden?

Durch seine Widerstandskraft und seine schnelle Ausbreitung über die Rhizome gilt der Japanknöterich als invasiver Neophyt. Er vertreibt die heimische Fauna und kann zu Schäden in Natur und Landwirtschaft führen.

Was tun?

Ich versuche den Japanknöterich durch mehrmaliges Abschneiden und Rausreißen der Sprosse zu bekämpfen. Dies sorgt dafür, dass die Rhizome absterben. Diese Art der Bekämpfung ist die ökologischste, aber gleichzeitig auch die zeit- und kraftaufwendigste. Alternativen wären Pestizide oder breitflächige Abdeckung durch schwarze Folie.
Kaum eine Spur vom Knöterich

Nach mehrstündigem Rausreißen der Stauden und Sprosse konnte ich das meiste entfernen. Allerdings werde ich das noch oft wiederholen müssen, bis die Pflanze ganz verschwunden ist.

 

Der Tigerschnegel

(30.09.16)

Vor ein paar Wochen las ich einen Artikel, in dem vom Tigerschnegel berichtet wurde. Dort wurde erklärt, dass diese Nacktschneckenart sehr nützlich sein kann. Weshalb, versuche ich hier zu erklären? Doch zuerst:

Was ist der Tigerschnegel?

Der Tigerschnegel ist eine Nacktschnecke aus der Familie der Schnegel. Er ist mittlerweile weltweit verbreitet, aber trotzdem selten zu finden, da er nachtaktiv ist.

Wie sieht der Tigerschnegel aus?

Der Tigerschnegel hat die Form einer gewöhnlichen Nacktschnecke. Er wird bis zu 13 – 15 cm lang und hat ein Mantelschild , das ungefähr ein Drittel des Körpers einnimmt. Das Besondere an ihm ist das Muster auf dem Rücken. Sie haben eine schwarze bis hellbraune Grundierung auf dem Rücken und darauf schwarze oder braune Flecken (Es können auch einfarbige oder weiße Exemplare auftreten). Die Unterseite ist cremefarben.

Tigerschnegel im Karlsgarten

Wieso ist der Tigerschnegel nützlich?

Im Gegensatz zu anderen Nacktschneckenarten frisst der Tigerschnegel keine lebenden Pflanzen, sondern abgestorbene Pflanzenteile und andere Nacktschnecken. Dadurch schützt er Gärten und hält sie sauber. Deshalb ist er eine gute Alternative zu Pestiziden und perfekt für Gärtner, die ökologisch anbauen wollen.

Wo bekommt man Tigerschnegel her?

Tigerschnegel kann man im Internet kaufen oder man sucht in der Dämmerung unter Steinen und ähnlichen Orten.

Im Karlsgarten habe ich bereits ein ausgewachsenes und zwei sehr junge Exemplare entdeckt, was darauf schließen lässt, dass sie dort schon heimisch sind.

Babyschnegel

Wer ökologisch sein will, muss teilen lernen

(07.10.16)

Wer einen ökologischen Garten will, muss auch damit einverstanden sein, dass sich jemand anderes bedient. Man muss einsehen, dass der Garten nicht jemandem alleine gehört, sondern ein riesiges Ökosystem aus verschiedenen Pflanzen und Tieren, auch Schädlingen, ist. Man muss der Natur Raum geben, um sich zu entfalten. Also darf man nicht bei jeder Schnecke oder Raupe mit der Chemiekeule kommen, sondern sollte zumindest versuchen, sie „freundlich“ zu entfernen (Meist reicht es schon, sie einfach umzusiedeln). Es ist zwar schade, wenn eine Pflanze gefressen wird, aber damit muss man sich abfinden. Selbst wenn so etwas passiert wie vor kurzem im Karlsgarten:

Dies sind die Raupen des Großen Kohlweißlings, einem sehr weit verbreiteten und oft gesehenen Schmetterling. Die Pflanze, die sie fressen, ist – oder eher war – ein Meerrettich. Meist fressen sie die Pflanze, auf der sie schlüpften, komplett auf. Dadurch kann sie nach ein paar Stunden so aussehen:

Dies mag zwar sehr ärgerlich sein, allerdings muss man sich damit abfinden wenn man einen ökologischen und chemiefreien Garten haben möchte. Zudem hat man ohne Raupen keine Schmetterlinge, also ist es ein Opfer, das man bringen muss. Denn ein Garten ohne sie wäre schon etwas trostlos.

Herbst im Karlsgarten

(21.10.16)

Nach dem langen Sommer hat nun der Herbst Einzug in Deutschland gehalten. Auch im Karlsgarten erkennt man nun langsam, wie Pflanzen und Tiere darauf reagieren. Ich habe ein paar Fotos gemacht, die zeigen sollen, dass auch der Herbst schöne Seiten hat und den Karlsgarten in seiner herbstlichen Pracht zeigen. (Um die Fotos zu vergrößern, einfach klicken)

Obwohl der Sommer vorbei ist, blühen im Karlsgarten trotzdem noch viele Blumen. Unter anderem diese schönen Exemplare:

Auch die Bäume verändern sich, die Äpfel und Birnen werden reif und die Blätter bekommen bunte Farben:

Zudem sind die Kürbisse und Bohnen bereit zur Ernte.

Und auch der eine oder andere Bewohner des Karlsgartens freut sich über die sinkenden Temperaturen und den Regen.

Nützlinge für den Garten

(28.10.16)

Wer einen ökologischen Garten haben möchte, muss auf Pflanzenschutzmittel verzichten. Doch es gibt trotzdem verschiedene Insekten, Vögel,  Amphibien und Säugetiere, die helfen können, den Garten gegen Schädlinge zu schützen. Welche Arten dies sind und wie man sie fördert, erläutere ich hier.

Insekten

Die meisten Nützlinge gibt es wohl unter den Insekten. Verschiedene Lauf- und Raubkäferarten fressen Raupen, Larven und Blattläuse. Vor allem der Marienkäfer und seine Larven fressen riesige Mengen Blattläuse. Andere sehr hilfreiche Insekten sind Raubfliegen und Schlupfwespen, die Larven beider Arten fressen Raupen und auch Schnecken. Die sehr bekannte Schwebefliege ist auch ein großer Feind der Blattläuse. Außerdem sind auch die bei Menschen nicht so beliebten Spinnen und Ohrwürmer sehr gute Schädlingsbekämpfer. Doch wie lockt man diese Nützlinge in seinen Garten? Die einfachste Methode ist, seinen Garten vielfältig zu gestalten. Durch viele verschiedene heimische Sträucher und Blumen haben die Nützlinge gute Plätze zum Verstecken und fühlen sich im Garten wohl. Auch Insektenhotels oder totes Holz können dabei helfen.

Vögel

Alle kleineren Vögel wie Spatzen und Meisen fressen gerne schädliche Insekten wie z.B. Raupen. Zudem kann man sich an ihrem Anblick und dem Gesang erfreuen. Um Vögel in seinen Garten anzusiedeln, reicht schon eine einfache Hecke. Dort können die Vögel nisten und finden Nahrung. Einige Vogelarten bevorzugen auch morsche oder abgestorbene Bäume. Natürlich reicht auch schon ein normales Vogelhaus, dies sollte aber jedes Jahr ein wenig gereinigt werden.

Amphibien

Viele Leute finden Kröten und Frösche vielleicht nicht sonderlich schön, doch für einen Garten können sie sehr nützlich sein. Frösche und Kröten fressen vor allem Schnecken und andere kleine Insektenarten. Allerdings ist es schon schwerer, sie in einem Garten anzusiedeln, da man einen Teich braucht. Wenn man einen Teich hat, sollte man noch ein paar Stein-, Laub- oder Totholzhaufen anlegen, damit sich die Tiere dort verstecken können. Später kann man sich dann an Kaulquappen und dem Quaken der Frösche erfreuen.

Säugetiere

Der Igel ist sehr bekannt und auch beliebt als Nützling, da er viele Schnecken und Raupen frisst. Auch Spitzmäuse und Fledermäuse helfen den Garten, raupenfrei zu halten. Zudem können Tiere wie das Maus-Wiesel Wühlmäuse vertreiben. Maulwürfe sind zwar nicht immer gern gesehen wegen ihrer Maulwurfshaufen, doch sie helfen, den Boden zu belüften und fressen Larven und Würmer. Um diese Tiere in den heimischen Garten zu locken, reicht es schon, in einer Ecke des Gartens einen Totholz-, oder Laubhaufen aufzuschichten. Für Fledermäuse eignen sich abgestorbene Bäume und Stümpfe. Auch eine Trockenmauer oder ein Steinhaufen bietet guten Unterschlupf. Anleitung dafür gibt es zahlreich im Internet.

Man sollte nicht vergessen, dass trotz all der Nützlinge immer auch Schädlinge da sein werden, das Verhältnis zwischen Beute und Jäger ist meist ausgeglichen. Aber die Nützlinge helfen, die Schäden in Grenzen zu halten. Zudem kann man sich an einer großen Tierwelt im Garten erfreuen und fördert bedrohte Tiere wie Igel oder Maulwürfe.

Die Tiere des Hofes

(04.11.16)

Auf dem Hof leben viele verschiedene alte Haustierassen. Viele davon sind vom Aussterben bedroht. Hier leben verschiedene Schweinearten, Hühner, Schafe, Gänse und Alt Oldenburger Pferde. In diesem Artikel werde ich näher auf die beiden Schweinearten des Hofes eingehen.

Bentheimer Schweine

Auf dem Hof leben zum einem Bentheimer Schweine und Schwalbenbäuchige Wollschweine. Bentheimer Schweine (oder auch Buntes Bentheimer Schwein) sind eine alte Rasse, die wahrscheinlich Mitte des 19. Jh. in und rund um die Grafschaft Bentheim entstand. Sie sind weiß mit schwarzen Flecken und haben dichtere Borsten als andere kommerzielle Schweinsrassen. Vor allem Mitte des 20 Jhs. waren sie sehr beliebt. Doch dann änderten sich die Verbrauchergewohnheiten. Die Leute wollten lieber mageres Fleisch, und weil die Bentheimer Schweine allerdings sehr fettiges Fleisch hatten, waren sie nicht mehr gefragt. Daraufhin ging ihr Bestand immer weiter zurück, bis es 1999 nur noch ungefähr 100 Zuchttiere waren. Fast der gesamte deutschlandweite Bestand gehörte zu einem einzigen Züchter (Gerhard Schulte-Bernd). Dank ihm und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) konnte sich der Bestand erholen. Auf dem Hof lebt momentan ein Pärchen.

Schwalbenbäuchige Wollschweine

Die Schwalbenbäuchigen Wollschweine, auch Mangalicaschweine genannt, sind eine von 3 Variationen des Wollschweins (Es gibt noch Blonde und Rote). Es entstand aus einer Kreuzung des blonden Wollschweins mit dem, mittlerweile ausgestorbenen, schwarzen Wollschwein. Sie wurden ungefähr in den dreißiger Jahren des 19. Jh. in Ungarn gezüchtet. Die Wollschweine sind, wie der Name schon zeigt, dicht beharrt. Sie haben Unterwolle und lockige Borsten. Die Schwalbenbäuchigen Wollschweine haben einen schwarzen Rücken und eine helle Unterseite. Sie ähneln Wildschweinen. Vor allem in Ungarn war es bis zu den fünfziger Jahren des 20. Jh. die beliebteste Schweinerasse. Unter anderem, weil sie sehr kälteresistent und anspruchslos sind. Dann wurde es jedoch von anderen Rassen verdrängt. Am Ende der siebziger Jahre waren es grade mal 200 reinrassige Exemplare. Heutzutage wird es in der Gastronomie wieder vermehrt nachgefragt, deshalb gibt es immer mehr. Auf dem Hof leben momentan mehrere Eber, Sauen und auch Ferkel.

Trockenmauern

(11.11.16)

In diesem Artikel geht es um Trockenmauern,  ihren Wert für die Natur und wie man sie selbst baut.

Was ist eine Trockenmauer?

Eine Trockenmauer ist eine Mauer, die aus Natur- oder Bruchstein errichtet wurde, ohne Bindemittel wie Mörtel oder Beton zu benutzen. Sie werden hauptsächlich für den Weinbau, als Weidebegrenzung und Stützmauern verwendet. Dies ist eine der ältesten Formen des Mauerbaus. Auf der ganzen Welt wurden früher und auch noch heute Trockenmauern errichtet.

Wieso sind sie wertvoll für die Natur?

Die Trockenmauer ist ein eigenes Biotop, dort wachsen viele verschiedene Pflanzen und eine Menge Tiere siedeln sich an. Pflanzen wie Mauerkraut, Zimbelkraut und sogar Dachhauswurz können dort wachsen. Zu den Tieren gehören unter anderem Mäuse, Kröten, Schlangen, Eidechsen und verschiedene Wildbienenarten. Sogar Wespen- und Bienennester können in einer Trockenmauer gebaut werden. Durch Trockenmauern bekommen also auch zum Teil bedrohte Tierarten wie die Wildbienen einen Lebensraum. Zudem finden Vögel dort Futter und Schutz.

Bewohner der Trockenmauer im Karlsgarten

Wie baut man eine Trockenmauer?

Um selbst eine Trockenmauer zu bauen, sollte man sich als erstes einen guten Platz suchen. Dann baut man ein Fundament. Dafür gräbt man einen Graben, wo später die Mauer stehen soll (ungefähr 40 cm. tief). Dann verdichtet man den Untergrund und füllt den Graben 30 cm mit Schotter oder einem Mineralgemisch. Danach verdichtet man wieder und trägt dann eine 10 cm Schicht Sand auf. Daraufhin nimmt man die größten Steine und legt aus ihnen die erste Reihe (die Steine dabei leicht im Boden versenken). Danach einfach Schicht auf Schicht Steine verlegen, bis die Mauer die Wunschhöhe erreicht hat (Man sollte aber nicht höher als 1,20 m bauen, da die Mauer dann instabil werden könnte). Wenn man eine Trockenmauer vor einen Hang baut, sollte man ein paar der Steine bis in den Hang reichen lassen, da dies zusätzlich die Stabilität erhöht. Zwischen den Steinen kann man ein bisschen Sand oder Erde als Befestigung benutzen. Wenn man bestimmte Pflanzen dort haben will, sollte man sie sofort während des Baus pflanzen. Zudem sollte man drauf achten, welche Seite später mehr Sonne bekommt, um die Pflanzen an die richtige Stelle zu setzen. Man sollte die Steine nicht perfekt aneinander setzen, sondern kleine oder auch größere Fugen lassen, da dort Tiere ein Zuhause finden können.

Am besten ist es, Steine aus der Umgebung zu nutzen, da dies am günstigsten und umweltverträglichsten ist. Meist gibt es Steine  aus einem Steinbruch.

Wer also eine Trockenmauer baut, hat nicht nur etwas Schönes für seinen Garten, sondern tut auch etwas Gutes für die Natur.

Aus Reststeinen kann man auch gut einen kleinen Turm errichten

Wichtigkeit der Wildbienen für die Natur und die Umwelt

(25.11.16)

Aufgrund meines momentanen  FÖJ-Projektes (eine Wildbienen-Nisthilfe) befasse ich mich intensiv mit dem Thema Wildbienen. Deshalb möchte ich einige Dinge zu diesem Thema erklären. Doch zuerst möchte ich erklären, was eine Wildbiene ist.

Was ist eine Wildbiene?

Wildbienen sind keine eigene Art sondern die Bezeichnung für alle Bienen außer der Honigbiene. Viele Wildbienen leben solitär, das heißt als Einzelgänger. Die meisten der Wildbienen (75%) nisten im Erdreich. Ein Teil der Wildbienen lebt auch als Parasit.

Wieso sind sie wichtig für die Natur?

 Jeder weiß, wie wichtig Bienen für die Bestäubung von Pflanzen sind.  Oft wird angenommen, dass besonders Honigbienen wichtig dafür sind, doch dies ist nicht der Fall (Trotzdem sind Honigbienen ein wichtiges Glied in der Natur und beim Bestäuben). Oft holen Honigbienen zwar den Nektar aus Blüten, lassen aber den Pollen dort. Zudem sammeln sie Nektar und Pollen in kleinen  “Körbchen“, dadurch kann dann nur übriggebliebener Pollen im Fell der Honigbiene zur Bestäubung verwendet werden. Solitär lebende Wildbienen, wie z.B. die Mauerbienen, hingegen sammeln immer Pollen und Nektar. Sie sammeln den Pollen an einer Art Bürste auf ihrem Bauch. Dadurch bestäuben sie automatisch die nächsten Blüten, auf denen sie landen. Außerdem fliegen Wildbienen, auch wenn es kälter ist, weshalb sie mehr bestäuben. Mittlerweile werden im Obstbau oft Mauerbienen zum Bestäuben verwendet, da sie so effizient sind. Im Gegensatz zu Honigbienen produzieren sie allerdings keinen Honig. Leider sind die heutigen Honigbienen so stark auf Honigproduktion gezüchtet, dass sie anfälliger gegen Krankheiten und Parasiten sind. Viele Honigbienen können ohne einen Imker nicht mehr überleben. Die Wildbienen besuchen auch mehr Blüten in derselben Zeit als die Honigbienen. Allerdings kommt es durch die großen Staaten der Honigbiene vor, dass sie den Wildbienen vermehrt das Futter wegfressen. Mittlerweile sind viele Wildbienen bedroht in ihrem Bestand. Daran sind aber nicht nur die Honigbienen schuld, sondern auch der erhöhte Pestizideinsatz und der Trend zu aufgeräumten Flächen.

Wie können wir den Wildbienen helfen?

 Leider können Dinge wie Bienennisthilfen nicht den Wildbienen helfen, die im Boden nisten.  Um den Wildbienen zu helfen, ist es am besten, dafür zu sorgen, dass es mehr unbehandelte Flächen sowie mehr Wildwiesen mit einem reichhaltigen Futterangebot gibt. Zudem sollte man nicht alle Landschaften aufräumen und so etwas wie Totholz oder Steinhaufen immer stehenlassen. Außerdem müssen dringend weniger Pestizide verwendet werden, da sonst viele Wildbienen, sowie auch andere Tierarten aussterben werden.

Eine Wildbienenart im Karlsgarten.

Nützlingspflanzen

(02.12.16)

Es gibt viele Nützlinge im Tierreich, es gibt aber auch viele Pflanzen, die helfen können, andere Pflanzen zu schützen und den Garten schön zu halten. Ich werde hier ein paar der nützlichsten Pflanzen für den Garten nennen.

Dill, Fenchel und andere heimische Blütenpflanzen locken Schwebfliegen an. Schwebfliegen bestäuben die Pflanzen und ihre Larven fressen sehr viele Blattläuse. Zudem lockt man mit heimischen Pflanzen Wildbienen an.

Roggen, Senf und andere Gründüngungspflanzen locken Laufkäfer an, diese fressen schädliche Larven und Raupen.

Brennnesseln eignen sich als gute Futterpflanzen für die Raupen von Schmetterlingen. Deshalb sollte man immer in einer Ecke des Gartens ein paar Brennnesseln stehen lassen.

Heimische Obstbäume helfen Vögel anzulocken und bieten ihnen Futter im Winter.

Lavendel, Oregano, Salbei, Borretsch und andere Duftkräuter halten wirksam Blattläuse fern und helfen auch gegen Schnecken und Raupen. Allgemein helfen Kräuter gegen Schädlinge. Weshalb man sie in der Nähe von Gemüse pflanzen sollte.

Borretsch

Schnittlauch und Knoblauch sollen gegen Mehltau helfen. Knoblauch und Kaiserkrone soll auch Mäuse vertreiben.

Meerrettich hilft gegen Kartoffelkäfer, Wucherblume hält Ameisen fern und Ringelblumen fördern den Ernteertrag und halten Nematoden fern.

Allgemein sollte man viele verschiedene heimische Pflanzen pflanzen. Zudem sollte man die Pflanzen nicht zu sehr voneinander abgrenzen. Wenn man z.B. eine blattlausabwehrende Pflanze neben ein paar Zierpflanzen pflanzt, wird die Zierpflanze wahrscheinlich nicht mehr von Blattläusen angegriffen. Auch Unkraut in Teilen des Gartens stehen zu lassen kann helfen, Schädlinge von den anderen Pflanzen abzuhalten. Man sollte aber aufpassen, dass sich die Pflanzen ober- und unterirdisch nicht gegenseitig bedrängen. Auch sollte man keine Pflanzen nebeneinander pflanzen, die dieselben Schädlinge anziehen. Denn sonst können sich Schädlingsnester bilden.

Tipps fürs Vogelfüttern im Winter

(09.12.16)

Jetzt wo es kälter wird und immer öfter Frost herrscht, stellen viele Leute ein Futterhäuschen für Vögel auf. Doch dabei sollte man auf bestimmte Dinge achten. Ich werde hier ein paar Beispiele nennen.

Wann sollte man mit dem Füttern beginnen?

Grundsätzlich kann man eigentlich das ganze Jahr über die Vögel füttern. Allerdings sollte man versuchen, sich auf die Zeit zu beschränken, in der die Vögel das Futter brauchen. Dies ist meist erst der Fall, wenn über dem Boden eine dichte Schneedecke ist. Aber die meisten Arten, die an Futterhäuschen sitzen, finden sowieso genug Futter, sodass sie nicht gleich den Hungertod sterben werden. Trotzdem sollte man nicht auf einmal aufhören, die Tiere zu füttern, da sie sich sehr an das Futterangebot gewöhnen. Experten empfehlen, Ende November anzufangen und Ende Februar langsam aufzuhören.

Wo soll das Futterhäuschen stehen?

Auch die Wahl des Standortes ist wichtig. Es sollte nicht zu nahe an einer Fensterscheibe sein, da sonst die Vögel gegen die Scheibe fliegen. Auch wichtig ist, dass das Futterhäuschen so aufgestellt oder gehangen wird, dass keine Katzen drankommen.

Wie muss das Futterhäuschen aussehen und muss man es reinigen?

Wie das Häuschen aufgebaut und designt ist, bleibt dem Betrachter überlassen, die Vögel interessiert das nicht. Allerdings sollte man bestimmte Dinge in Betracht ziehen. Zum einen sollte man ein Häuschen haben, in dem die Vögel nicht im Futter herumlaufen, da sie es sonst verunreinigen (Am besten eignen sich dafür Silos, bei denen das Futter immer wieder nachrutscht). Auch sollte man darauf achten, es regelmäßig zu reinigen (am besten täglich), sollte sich Kot oder andere Dinge dort ansammeln. Wenn man bemerkt, dass die Vögel krank werden oder sogar sterben, sollte man das Vogelhaus sehr gründlich reinigen und desinfizieren.

Was sollte man verfüttern?

Die Wahl des richtigen Futters ist sehr wichtig. Man sollte auf keinen Fall Dinge wie Essensreste, Kartoffelschalen oder Brot verfüttern, denn davon werden die Vögel krank. Dazu zählen auch alle salzhaltigen Speisen. Auch sollte man Meisenknödel , die in Plastik eingenetzt sind, vermeiden, da sich die Tiere im Plastik verfangen und verletzen können (Stattdessen die Knödel lieber auspacken und anders befestigen). Als Futter eignen sich z.B. Sonnenblumenkerne, Bucheckern, Haselnüsse und andere Kerne und Samen. Man sollte darauf achten, dass das Futter nicht feucht wird, damit es nicht schimmelt. Mit einer Mischung aus Kokos-Fett und Samen kann man sogar selbst Futter herstellen. Auch ganze Äpfel werden gerne von den Vögeln gefressen.

Ist ein Futterhäuschen Naturschutz?

Ein Futterhäuschen ist kein Naturschutz. Das muss man klar sagen. Man hilft damit keinen bedrohten Vogelarten, jedoch kann man (vor allem Kinder) dadurch die Vögel näher beobachten und Dinge über sie lernen. Um anderen Vogelarten wirklich zu helfen, sollte man mehr Naturgärten anlegen und für mehr Futterpflanzen und Versteckplätze im Garten sorgen. Dadurch bekommen die bedrohten Vogelarten wieder mehr Lebensraum.

 

Kopfweiden

(16.12.16)

Rund um den Hof herum stehen sehr viele Kopfweiden. Deshalb wollte ich ein bisschen über sie berichten.

Was ist eine Kopfweide?

Eine Kopfweide ist eine Weide, meist Silber- oder Korbweide, die in 1 bis 3 Meter eingekürzt wurde und regelmäßig beschnitten wird. Dort ,wo man den Baum eingekürzt hat, treiben dann regelmäßig neue Triebe aus. Nach einiger Zeit ist dann die Stelle, an der man die Kopfweide beschneidet, verdickt und sieht aus wie der Kopf der Weide (deswegen Kopfweide). Man schneidet regelmäßig die Ruten ab, diese kann man dann für verschiedene Dinge verwenden. Durch das ständige schneiden bildet sich am Kopf der Weide eine Ansammlung von zersetzten Holz und Laub.

Vor dem Schneiden
Geschnittene Kopfweide

Was ist ihr Nutzen für die Natur?

Durch das zersetzte Holz an dem Kopf der Weide und dem gesunden Holz darunter sind sie sehr gut für das Ökosystem.  Viele Insekten, wie Käfer, Schmetterlinge, Ameisen und auch Spinnentiere nisten sich in den Bäumen ein. Wespen und Hornissen besiedeln die sich irgendwann bildenden Hohlräume. Auch Käuze, Eulen und bestimmte Taubenarten siedeln in und auf den Kopfweiden. Auch Fledermäuse, Siebenschläfer und andere Säugetiere nisten dort oder ziehen ihren Nachwuchs auf. Die Weidenruten und –knospen dienen zudem verschiedenen Tieren als Nahrung. Auch andere Pflanzen und Pilze profitieren von den Kopfweiden. Farn, Flechte, Moos und sogar Holunder kann zum Beispiel auf der Kopfweide wachsen.

Mittlerweile verlassenes Vogelnest in einer Kopfweide (geschnitten)

Was bringen sie dem Menschen?

Zum einen verschönern sie die Landschaft und geben einen Einblick in die Natur. Zum anderen kann man die abgeschnittenen Ruten für viele Dinge nutzen. Man kann zum Beispiel Körbe oder auch Zäune aus ihnen machen. Außerdem kann man sie einfach irgendwo einpflanzen, denn aus den Weidenruten können neue Weiden entstehen, da die sie eine gute Regeneration besitzen.  Deshalb ist es auch recht einfach, an Weiden zu kommen. Wenn man welche haben möchte, einfach jemanden, der Weiden hat, fragen ob er ein paar Ruten abgeben kann.

Weidenruten lassen sich sehr einfach schneiden
Korb aus Weidenruten
Schon wenige Kopfweiden bringen guten Ertrag
Zaun aus Weidenruten

Ich wünsche ihnen eine gute Weihnachtszeit.

Neozoen

(13.01.2017)

In Deutschland gibt es viele verschiedene Wildtiere, doch nicht alle davon kommen ursprünglich aus Deutschland. Diese Tiere nennt man Neozoen. Ich werde hier zwei bekannte Beispiele nennen und ihre Auswirkungen auf unser Ökosystem. Doch zuerst erkläre ich ein paar Grundinformationen.

Was genau ist ein Neozoon?

Ein Neozoon (Plural Neozoen) ist eine Tierart die der Mensch in den letzten 500 Jahren nach Deutschland brachte und die sich dann hier etabliert hat. Oft wurden die Tiere für Pelz, Fleisch oder als Zierde nach Deutschland gebracht. Viele dieser Tiere brachen irgendwann aus oder wurden ausgesetzt, oft hatte das schwere Folgen für das Ökosystem. Diese konnten positiv, negativ oder neutral sein.

Beispiele

Ein sehr bekannter Neozoon ist der Fasan. Er wurde ungefähr im 19. Jahrhundert in Nordeuropa angesiedelt, in anderen Teilen Europas sogar noch früher. Ursprünglich kommt er aus Asien.  Hauptsächlich wurde der Fasan zu Jagdzwecken ausgewildert. Sein Bestand kann sich recht gut halten, hin und wieder müssen jedoch Hegemaßnahmen getroffen werden. Der Fasan hat sich sehr gut eingebürgert und schadet dem Ökosystem nicht.

Die Bisamratte ist auch ein sehr verbreiteter Neozoon. Sie ähnelt einem kleinen Biber und wurde damals wegen ihres Pelzes nach Deutschland gebracht, die Tiere brachen aus den Pelzfarmen aus und verbreiteten sich in ganz Europa. Ursprünglich stammt sie aus Nordamerika. Die Bisamratte hilft einerseits dem Ökosystem, schadet ihm aber auch. In Binnenland stellt sie die Vielfalt der Ufer wieder her. Dafür schadet sie allerdings an Deichen weshalb sie auch stark gejagt wird.

Ein sehr unbeliebter Neozoon ist der Nordamerikanische Ochsenfrosch. Er wird oft als Kaulquappe verkauft und breitet sich dann aus. Ursprünglich kommt er, wie der Name verrät, aus Nordamerika. Er frisst alles was kleiner ist als er und verbreitet sich schnell, deshalb ist er eine Bedrohung für das Ökosystem. Zudem bringt er einen Pilz mit sich der, unter anderem, für das weltweite Amphibiensterben verantwortlich ist.

Wie man sieht gibt es viele verschiedene Neozoen, viele sind schädlich, aber es gibt auch Exemplare die das Ökosystem bereichern.

Fehler in Insektenhotels

(03.02.17)

Demnächst fängt der Frühling wieder an und dann fliegen auch die Bienen wieder. Viele Leute bauen deshalb ein Insektenhotel um ihnen zu helfen. Leider werden dabei sehr oft Fehler begangen. Ich werde hier ein paar der häufigsten Fehler aufzählen.

Der erste Fehler ist meist schon der Name. Insektenhotel lässt auf viele verschiedene Insekten schließen die dort leben, dabei werden sie eigentlich nur von Wildbienen benutzt. Auch „Hotel“ ist nicht ganz richtig denn die Wildbienen leben nicht dort, sie bauen dort Nester für ihre Brut. Es ist deshalb kein „Insektenhotel“ sondern eher eine Wildbienennisthilfe.

Ein Großteil der Fehler sind die „Zimmer“ der Nisthilfe. Oft werden Materialien benutzt die nutzlos oder sogar gefährlich für die Tiere sind. Oft werden zum Beispiel Baumscheiben genommen in deren Hirnholz gebohrt wurde. Allerdings reist das Hirnholz schneller und die Bienen meiden es. Besser ist es quer zur Faser zu Bohren. Die Löcher sollten auch nicht mehr als 9 mm groß sein. Zudem darf das Holz nicht behandelt sein und es muss Hartholz (Esche, Eiche etc.) sein, da Weichholz splittert und verbiegt. Ein anderer häufiger Fehler sind Ziegelsteine in den Nisthilfen. Diese haben viel zu große Löcher, sind rau und total unbrauchbar. Dasselbe gilt für Gasbetonsteine. Auch Glasröhren zum Beobachten der Brut sind fatal da durch das Glas Kondenswasser entsteht und die Brut verschimmelt.

Am besten benutzt man für eine gute Nisthilfe Bambusstäbe, diese haben meist die perfekte Größe und einen natürlichen Verschluss. Auch Hartholzklötze mit Löchern sind sehr zu empfehlen (Die Löcher dürfen am Rand nicht gesplittert sein!). Als Alternative zu den Glasröhren kann man spezielle Beobachtungskästen kaufen, diese haben nur eine Glasseite wodurch sich kein Kondenswasser bildet.

Es gibt noch viele andere Tipps, am besten schaut man auf vertrauensvollen Websites, die von bestimmten Naturschutzvereinen vorgestellten Bauanleitungen sind oft fehlerhaft, deshalb lieber etwas länger recherchieren. Auf keinen Fall sollte man „Insektenhotels“ aus Baumärkten und ähnlichen kaufen. Am wichtigsten ist aber immer noch den Lebensraum von Wildbienen, der durch Grünflächen-bereinigung und Pestizide zerstört wird, zur erhalten. Wildwiesen und Totholz zu erhalten bringt mehr als jedes „Insektenhotel“.

Neophyten

(17.02.2017)

Nachdem ich schon über Neozoen berichtet habe möchte ich nun etwas zu Neophyten berichten.

Was sind Neophyten?

Neophyten sind Pflanzen die nach 1492 vom Menschen in Länder eingeführt wurden in denen sie ursprünglich nicht wuchsen. Dies kann Ausversehen oder mit Absicht passieren. Oft holte man fremde Pflanzen als Zierpflanzen nach Deutschland und dann verbreiteten sie sich. Die meisten Neophyten sind kein Problem, da sie das Klima nicht gewohnt sind oder keine anderen Arten verdrängen. Doch die Neophyten die sich an das Klima gewöhnen und sich meist auch noch rasend schnell verbreiten können zum Problem werden, wie ich schon in meinem Bericht über den Staudenknöterich berichtet habe.

Beispiele

Negative Beispiele sind zum einen der Japanische Staudenknöterich, aber auch das bekannte indische Springkraut, das sich durch seine explodierenden Samenkapseln vermehrt. Oft nimmt es ganze Uferflächen in Besitz und ist schwer zu entfernen. Diese beiden Pflanzen stellen eine große Gefahr für die heimische Tier- und Pflanzenwelt dar. Sie verdrängen schnell einheimische Pflanzen und damit auch die Insekten die von ihnen abhängig sind.

Nur die wenigsten Neophyten machen solche Probleme, die meisten bereichern unsere Pflanzenwelt und das Ökosystem, oder stellen zumindest keine Gefahr dar.

Was tun gegen Neophyten?

Viele problematische Neophyten wie den Staudenknöterich wird man nichtmehr aus Deutschland entfernen können, man kann allerdings versuchen zu verhindern, dass sie sich in Gebiete ausbreiten in denen sie noch nicht wachsen. Durch dauerhaftes entfernen kann man die Populationen gut eindämmen. Dies ist allerdings harte Arbeit. Man könnte auch chemische Mittel nutzen, allerdings stellen diese auch eine Gefahr für das Ökosystem dar. Man sollte aufpassen, dass sich fremde Zierpflanzen nicht aus dem Garten in die Natur ausbreiten.

Ohrenkneifer-Quartier

(24.02.17)

Wer Probleme mit Blattläusen und anderen Schädlingen hat, dem können die manchmal unbeliebten Ohrenkneifer/würmer helfen. Die mit Zangen am Hinterleib ausgestatteten Insekten fressen Blattläuse und auch Raupen nämlich sehr gerne. Aber zuerst ein paar Informationen zu den Insekten.

Was sind Ohrenkneifer?

Ohrenkneifer gehören zur Klasse der Fluginsekten (die meisten Arten können allerdings nicht fliegen). Die meisten arten sind 10 bis 20 mm groß. An ihrem Hinterleib tragen sie lange Zangen die sie zur Balz und zum Beutefang nutzen. Sie fressen Pflanzen sowie auch andere Insekten, vorzugsweise Blattläuse und Schmetterlingsraupen.

Woher kommt der Name Ohrenkneifer bzw. Ohrenwürmer?

Das Ohr im Namen kommt davon das die Tiere früher in Medizin gegen Ohrenkrankheiten und Taubheit verwendet wurden. Kneifer werden sie wegen der Zangen genannt und Würmer wegen ihrer Form.

Wie kann man sie anlocken?

Man kann sie effektiv einsetzen indem man ein Ohrenkneifer-Quartier aufstellt. Ein Ohrenkneifer-Quartier ist sehr einfach zu bauen und aufzustellen. Man nimmt einen Blumentopf, füllt ihn mit Stroh oder Holzwolle und baut ein Gitter vor die Öffnung des Topfs damit die Füllung nicht rausfällt. Dann befestigt man noch eine Schnur am Boden des Blumentopfes und das Quartier ist fertig. Nun hängt man das Quartier Kopfüber (mit der Gitter-Öffnung nach unten) in die Nähe von befallenen Pflanzen. Dabei sollte man darauf achten das der Blumentopf Kontakt zu einem Ast oder ähnlichen hat damit die Ohrenkneifer einfach rein und raus könnnen.

Worauf sollte man noch achten?

Wenn man bemerkt, dass die Blattläuse oder Raupen verschwunden sind sollte man das Quartier woanders hinhängen da sonst die Ohrenkneifer anfangen Pflanzen anzuknabbern und dadurch selbst zum Schädling werden würden.

Brutzeit bei den Diepholzer Gänsen

(08.03.17)

Auf dem Hof lebt eine kleine Herde Diepholzer Gänse. Diese haben vor kurzem angefangen ein Nest zu bauen. Deshalb werde ich hier mal das Brutverhalten der Gänse erläutern und worauf man achten sollte wenn die Gänse brüten.

Eine interessante Sache bei den Gänsen ist, dass sie in Monogam leben, das heißt sie leben das ganze Leben mit einem Partner zusammen (meistens). Wenn der Partner stirbt suchen sie sich also auch keinen neuen. Deshalb sollte man, wenn man Gänse schlachten will, darauf achten keine Paare auseinander zu reißen, da man dann weniger Gänse hat die Nachwuchs bekommen.

Die Diepholzer Gänse

Normalerweise suchen sich die Gänse ihre Partner schon im September und Oktober, deshalb sollte man Gänse zum Schlachten eine gewisse Zeit vorher von den anderen trennen. Die Gänse paaren sich dann zwischen Januar und Februar und fangen im Februar und März mit dem Nestbau an. Man sollte den Gänsen immer trockenes Stroh oder Heu für den Nestbau bereitlegen. Das Nest bauen die Gänse selbst. Bei unseren Diepholzer Gänsen mussten wir das Nest allerdings verlegen da wir die Gänse auf eine andere Fläche umgezogen haben, sie haben das von mir neu gebaute Nest jedoch schnell angenommen.

Das von mir gebaute Nest

Ansonsten lassen wir die Gänse alleine brüten denn Diepholzer Gänse sind sehr gut darin ihre Brut alleine aufzuziehen, da die Art Naturbrut gewohnt ist (Sobald die Küken schlüpfen kommen sie allerdings zusammen mit den Elterntieren in eine sichere Umgebung). Man sollte immer darauf achten das die Gänse ausreichend Wasser und Nahrung in der Nähe haben.

Die (vermutlich) brütende Gans

Nach dem Schlupf kümmern sich Gänse sehr intensiv um ihre Gössel (Küken). Man sollte die Gössel erst ab dem 2. Lebenstag füttern. Zudem kann es etwas dauern bis sie den Schlupf abgeschlossen haben, dabei sollte man nicht stören.

Gänse brüten ungefähr 28 bis 30 Tage weshalb es noch ein bisschen dauern wird bis wir wissen ob etwas schlüpft. Ich fotografiere jeden Tag das Nest um zu sehen ob sich etwas verändert. Wenn Küken geschlüpft sind werde ich hier die Bilder der Gössel reinstellen.

Leider habe ich heute auch eine tote Gans entdeckt, dies ist leider ein Risiko bei der Freilandhaltung.

Frühlingsanfang

(24.03.17)

Im Moment steigen die Temperaturen und die Pflanzen und Tiere reagieren auf den Frühlingsanfang. Die ersten Blüten kommen und damit auch die ersten Insekten. Ich habe mal ein paar Fotos gemacht um den Frühlingsanfang im Karlsgarten zu zeigen.

Die ersten Knospen der Apfelbäume
Die Zitronenfalter sind schon dabei die Blüten zu bestäuben
Auch einzelne Löwenzahnblüten zeigen sich
Diese Hummelkönigin sucht wahrscheinlich ein guten Ort für ihr Nest
Auch die Johannisbeeren haben schon kleine Blätter und Knospen
Das Lungenkraut blüht schon in voller Pracht
Überall wachsen Osterglocken

Frühling bedeutet auch das im Karlsgarten wieder fleißig gearbeitet wird. Unter anderem graben wir die Felder um und Pflanzen Kohl, andere Gemüsearten und Kräuter.

Eines der Felder
Verschiedene Kohlarten

Ich wünsche ihnen noch einen guten Start in den Frühling und hoffe das das Wetter so bleibt!

Das erste Osterlamm ist da

(31.03.17)

Am Samstag kam ein Neuzugang auf den Hof, ein kleines Lamm wurde geboren. Ich habe mal versucht ein paar Bilder zu machen und zeige sie hier mit ein paar zusätzlichen Infos.

Das kleine schwarze Lamm.
Dies zeigt es gerne beim Hühner jagen.
Lämmer können schon kurz nach der Geburt laufen.
Danach muss es sich erstmal ausruhen.
Das kleine mit seiner Mutter.

Sehr wahrscheinlich werden in Kürze noch mehr Lämmer kommen, und auch die Gänse bekommen bald ihre Küken. Man merkt das der Frühling anfängt. Ich werde dann natürlich noch mehr Bilder machen und hochladen.

Weiterer Zuwachs bei den Schafen

(21.04.17)

Auch wenn es länger dauerte als erwartet sind nun weitere Lämmer geboren worden, zuerst kam ein einzelnes und am letzten Dienstag bekam ein Schaf sogar Zwei!

Das Lamm kam letztes Wochenende zur Welt, es ist noch recht scheu aber sehr aktiv.

Das erste Lamm, das höchstwahrscheinlich ein Bock ist, hat schon Hörner bekommen. Er hat auch schon angefangen richtiges Futter zu fressen. In den wenigen Wochen in denen er auf der Welt ist der kleine Bock sehr gewachsen.

Das ist das erste Mal das dieses Schaf Lämmer bekommen hat. Sie musste sich zwar erst daran gewöhnen aber jetzt kümmert sie sich gut um beide und vernachlässigt keinen. Die Lämmer waren zum Zeitpunkt als ich die Bilder gemacht habe erst wenige Stunden alt.

Eins der beiden Lämmer kurz nach der Geburt.
Das älteste Lamm mit seinem Vater.
Man kann die beiden gut unterscheiden da einer von ihnen einen weißen Punkt auf dem Kopf hat.
Die Schafe beobachten genau ob sich jemand den Lämmern nähert.

Es geht allen Jungtieren gut und sie sind gesund. Das sind wahrscheinlich alle Lämmer für dieses Jahr außer es kommen noch ein paar Nachzügler. Ich hoffe das sie alle gesund bleiben und unbeschwert aufwachsen. Als nächstes stehen dann wahrscheinlich die Küken bei den Gänsen an. Auch dann werde ich etwas darüber schreiben und Fotos machen.

Pikieren

(28.04.17)

Diese und letzte Woche wurde viel im Karlsgarten gepflanzt. Doch damit die Pflanzen optimale Bedingungen zum Wachsen haben, sollte man sie zuerst Pikieren. Was Pikieren ist und wozu es gut ist werde ich hier erklären.

Wenn man z.B. so etwas wie Salat pflanzen möchte streut man die Samen zuerst in einen Kasten mit Blumenerde oder Substrat. Um ihnen mehr Platz zu verschaffen entfernt man sie voneinander wenn sie die ersten Blätter bilden. Dazu nimmt man einen kleinen Stab und versucht die Keime auszugraben ohne sie zu sehr zu beschädigen. Im neuen Pflanzenbehälter, z.B. ein Blumentopf, drückt man dann ein kleines Loch in die Erde und setzt die Pflanzen mit den Wurzeln zuerst dort hinein und umschließt die Wurzeln dann mit Erde. Das ist das Pikieren.

Pflanzen vor dem Pikieren, meistens pikiert man sie bevor sie so groß werden, aber es gibt Ausnahmen.
Pflanzen nach dem Pikieren, in den Blumentöpfen haben sie Platz zum wachsen und kommen sich nicht mit den Wurzeln in die Quere.

Man sollte darauf achten das die Erde feucht und fest ist. Wenn man sie später, wenn die Pflanze eine gewisse Größe erreicht hat, umpflanzen will entfernt man das Stück Erde mit der Pflanze drin und setzt es an die gewünschte Stelle, z.B. im Garten. Zudem sollte man darauf achten beim Pikieren alle verwelkten oder kranken Pflanzen auszusortieren.

Salate die nach dem Pikieren im Karlsgarten gepflanzt wurden.
Da die Salate so schnell und gut wachsen pflanzen wir sehr viele im Karlsgarten

Pikieren ist wichtig damit die Pflanzen nicht ineinander verwurzeln, Platz zum Wachsen und genug Nährstoffe haben. Pikieren wirkt zwar aufwändig, vor allem wenn man einen ganzen Garten bepflanzen möchte, es ist aber eigentliche eine entspannende und einfache Aufgabe um sich die Zeit zu vertreiben. Wenn man es sich besonders einfach machen will nimmt man einen Pikierstab, dieser hat meist die perfekte Größe um Löcher für die Pflanzen zu machen und erleichtert das Entfernen der keimenden Pflanzen. Am besten lässt man die Pflanzen zuerst in einem Gewächshaus keimen und wachsen, weil sie dort optimale Bedingungen haben.

Wenn man viele Pflanzen pikieren will sind diese Paletten sehr sinnvoll, da man dort viele Pflanzen hineinsetzen kann, sie haben zudem ein Loch am Boden damit man die Pflanzen später leicht entfernen und umsetzen kann.
Man braucht viele Pflanzen um den ganzen Karlsgarten zu füllen.

Die Pflanzen erst in einem kleinen Kasten aufzuziehen und zu pikieren und später in den Garten zu setzen erhöht sehr die Wahrscheinlichkeit das sie gesund bleiben und gut wachsen, als wenn man das Saatgut einfach so in den Garten pflanzt. Zudem keimen sie auch sehr viel schneller als wenn man sie draußen pflanzt.

Gänseküken

(05.05.17)

Ich hatte vor längerer Zeit berichtet dass die Gänse brüten, nun sind endlich ein paar Gössel (Küken) geschlüpft. Leider scheint es so dass das erste Gänsepaar, aus meinen ersten Bericht über die Gänsebrut, keine Gössel bekommen, da nichts aus den Eiern schlüpft. Aber dafür werden wahrscheinlich bei den anderen Gänsen noch einige schlüpfen. Direkt neben diesem Paar brütet nämlich seit gewisser Zeit eine andere Gans.

Bisher sind es vier Gössel aber es könnten noch weitere schlüpfen.
 

Momentan müssen die kleinen noch drinnen bleiben da es draußen zu gefährlich ist (es sind viele Bussarde und Marder unterwegs), aber sobald sie etwas größer werden können sie mit ihren Eltern auf die Wiese. Noch trinken und fressen sie auch nicht da sie erst drei Tage nach dem Schlupf anfangen Nahrung aufzunehmen. Allerdings fangen die Kleinen schon fleißig an alles zu untersuchen und zu erkunden.

Die Mutter und der Vater kümmern sich gut um ihre Kleinen.

Bald werden sie auch schon das erste Mal das Gefieder wechseln. Aber es wird noch  ein bisschen dauern bis sie ein reines, weißes Gefieder wie ihre Eltern haben. Auch bei den Schafen hat sich noch etwas getan, ein fünftes Lamm ist nachgerückt, mittlerweile ist es eine richtige kleine Gruppe geworden. Alle Lämmer sehen gesund aus und zwei bekommen schon Hörner.

Das jüngste Lamm mit seiner Mutter. Bisher sieht man bei allen Lämmer sehr die Ähnlichkeit zum Vater.

Wenn weitere Gössel schlüpfen oder noch weitere Lämmer kommen werde ich natürlich wieder Bilder machen und hier hochladen.

Weitere Gänseküken sind geschlüpft

(19.05.17)

Auch wenn es später als erwartet war sind nun noch zwei weitere Gössel geschlüpft. Wahrscheinlich wurden sie dank der Wärme in den letzten Tagen noch ausgebrütet, da die Mutter kaum noch auf dem Nest saß. Leider akzeptiert die Mutter die beiden nicht, weshalb sie von Hand aufgezogen werden müssen.

Einer der Gössel wenige Minuten nach dem Schlüpfen.

Hoffentlich können wir sie später wieder bei den anderen Gänsen eingliedern. Fürs erste werden die beiden in einem kleinen Raum mit genug zu fressen und zu trinken bleiben. Zuerst waren sie sehr erschöpft und müde aber mittlerweile sind sie sehr viel munterer und wirken gesund.

Die beiden unter einer Brutlampe.

Sommeranfang im Karlsgarten

(02.06.17)

Der Sommer hat begonnen und auch der Karlsgarten ist in voller Pracht. Ich habe einige Fotos gemacht um die verschiedenen Pflanzen und Insekten zu zeigen die der Sommer mit sich bringt.

Der Mohn steht in voller Blüte.
Mittlerweile kommen auch die Marienkäfer wieder.
Besonders die Blüten des Lauchs ziehen viele Besucher an.
Dank der Sonne wächst...
Der Fingerhut auch.
Auch viele Bienen und Hummeln freuen sich über die vielen Blüten.
Wie man sieht.
... und gedeiht alles sehr gut.

Leider gibt es auch schlechte Nachrichten, einer der Gössel ist leider verstorben, die anderen sind aber alle gesund und munter und dürfen täglich mit ihren Eltern nach draußen, bald sind sie groß genug um zu den anderen Gänsen zu kommen.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sommer.

Springkraut und Staudenknöterich

(09.06.17)

Ich habe schon einmal über den Japanischen Staudenknöterich und wie man ihn entfernt berichtet. Nun ist er wieder nachgewachsen und in der Nähe wächst auch noch Springkraut, ein ähnlicher Neophyt. Leider muss man diese Pflanzen immer wieder entfernen um sie richtig bekämpfen zu können. Da der Staudenknöterich ein großes Wurzelnetzwerk bildet kann es viele Jahre dauern Ihn zu entfernen. Auch das Springkraut kann zu großen Problemen führen da er sich auch stark ausbreitet. Da ich schon über den Staudenknöterich berichtet habe werde ich hier näher auf das Springkraut eingehen.

Aufgrund des ständig wechselnden Wetters sind die meisten Staudenknöteriche eingegangen, ausreißen sollte man sie trotzdem.

Was genau ist Springkraut?

Springkraut, auch indisches oder drüsiges Springkraut genannt, ist eine aus Indien stammende einjährige Pflanze. Es gehört zur Familie der Balsaminengewächse. Im 19.Jahrhundert wurde es als Zierpflanze nach Europa gebracht. Es wächst hauptsächlich an sehr feuchten Gebieten, wie Ufern und Auenlandschaften. Es breitet sich aus indem die Samen aus den Samenkapseln „gesprengt“ werden. Durch diese Methode und die hohe Samenproduktion einer einzelnen Pflanze kann es sich sehr schnell und weit vermehren. Dadurch werden schnell andere Pflanzen verdrängt. Da es dazu noch schnell bis zu 2 Meter hoch wird sorgt es dafür dass selbst kleine Pflanze, aufgrund des fehlenden Sonnenlichts, nicht mehr wachsen können.

Ein kleines Springkraut, da ich sie oft entferne wachsen nur wenige.

Wie entfernt man es am besten?

Da es sich hauptsächlich über Samen und nicht, wie der Staudenknöterich, über Wurzeln vermehrt, kann man es etwas einfacher loswerden. Man sollte die Pflanzen ausreißen oder abschneiden und die Reste auf den Kompost oder irgendwo zum austrocknen hinlegen (es kann sonst vorkommen das sie neu wurzeln). Dies sollte man tun bevor sich die Samenkapseln der Pflanze bilden. Im nächsten Jahr könnten, auch wenn man alle Pflanzen entfernt hat, trotzdem neue kommen da die Samen bis zu 5 Jahre im Boden keimfähig bleiben. Deshalb sollte man wie beim Staudenknöterich immer sichergehen das nichts nachwächst.

Zum Glück wächst das Springkraut meist nur an Bächen, trotzdem sollte man solche Neophyten immer entfernen, da sonst unsere heimische Fauna ausstirbt.

Erste Besiedlung der Nisthilfe

(16.06.17)

Vor kurzem haben wir angefangen eine Nisthilfe für Wildbienen im Karlsgarten aufzustellen. Die ersten Elemente wie Hartholzklötze und Schilf- und Papphalme sind eingebaut. Schon jetzt haben mehrere Wildbienen angefangen Brutzellen zu bauen. Die Nisthilfe scheint also gut angenommen worden zu sein.

Zwei Nestverschlüsse verschiedener Arten. Leider ist es recht schwer die Art anhand des Nesteingangs zu bestimmen, die linke Zelle ist wahrscheinlich von einer Mörtelbiene und die rechte von einer Grabwespe.
Man sieht das die Nestverschlüsse aus unterschiedlichen Material gebaut sind.

Da die Nestverschlüsse alle recht unterschiedlich aussehen ist es wahrscheinlich dass es mehrere verschiedene Arten sind. Das zeigt dass der Karlsgarten eine gute Lebensgrundlage für viele unterschiedliche Arten ist.

Diese Brutkammer ist entweder von einer Grabwespe oder Scherenbiene.

Jeden Tag werden mehr Löcher besiedelt. Und wenn im nächsten Jahr die neue Generation schlüpft werden sie wahrscheinlich dort wieder ihre Brutzellen anlegen. Dadurch kann es sein das in ein bis zwei Jahren die Nisthilfe zu fast 100% belegt ist.

Hier sieht man zwei fertige Brutgänge und einen angefangenen. Es sind wahrscheinlich die Gänge von  verschiedene Scherenbienenarten.

Dadurch sieht man, dass man keine riesigen „Insektenhotels“ braucht um Ergebnisse zu haben, es reichen schon ein paar Holzklötze mit Löchern.

Weitere Besiedlung der Nisthilfe

(23.06.17)

Nun da die Nisthilfe schon 2 Wochen steht haben noch mehr Wildbienen und Wespen angefangen ihre Brutkammer dort anzulegen. Mittlerweile kann man sie schon richtig dabei beobachten wie sie Material und Futter heranschaffen und die Kammern anlegen. Vor allem solitäre Wespen scheinen sich für die Nistblöcke zu interessieren. Zudem wurden nun auch mehrere Schilfhalme besiedelt. Leider wurden von den aufgestellten Pappröhrchen noch keine besiedelt (Dies liegt wahrscheinlich daran das die Saison der Mauerbienen, die diese Röhrchen hauptsächlich besiedeln, zu Ende geht). Dafür siedeln umso mehr solitäre Wespenarten in der Nisthilfe. 

Eine Faltenwespe beim Nestbau.
Die Faltenwespe hat das Nest grade fertig gestellt.

Auf diesen Bildern sieht man eine Faltenwespe, auch Lehmwespe genannt. Sie baut jetzt seit einigen Tagen mehrere Brutkammern. Man erkennt sie an den gefalteten Flügeln, der gelben Zeichnung und dem Material das sie für die Nestverschlüsse verwendet. Die Nisthilfe lockt viele Faltenwespen an, aber im Gegensatz zur gemeinen Wespe stechen diese nicht und werden nicht von Süßspeisen angezogen. Sie sind auch wie man sieht wesentlich kleiner und leben alleine (solitär). Sie ernähren sich hauptsächlich von Raupen und Blattkäferlarven.

Die Grabwespe sucht ein gutes Nest. Sie musste die Spinne sehr weit schleppen da die Spinne zu schwer ist um mit ihr zu fliegen.

Hier sieht man eine Grabwespe die eine Spinne trägt. Anders als die Larven anderer Wildbienen und solitärer Wespen fressen die Larven der Grabwespe lebende Tiere wie Spinnen oder Raupen. Die Grabwespen lähmen die Beutetiere und schleppen sie dann in die Brutzelle. Wenn genug Nahrung für eine Larve da ist legen die ein Ei in die Brutzelle und verschließen sie. Auch die Grabwespen stechen nicht.

Eine Goldwespe die auf ein unbewachtes Nest wartet.

Das ist eine Goldwespe. Goldwespen sind Parasiten von solitären Bienen und Wespen. Sie legen ihre Eier in fremde Brutzellen wo ihre Larven den Wirt töten. Da sie sehr viele verschiedene Wirte befallen variieren die Goldwespen oft in der Größe. Die meiste Zeit sitzen sie in der Nähe anderer Nester und warten bis die eigentlichen Besitzer weg sind, dann legen sie ihre Eier ab. Auch sie sind harmlos.

Ich werde auch weiterhin regelmäßig nachschauen was sich an der Nisthilfe so verändert und es dokumentieren.