Wer wir sind

Der gemeinnützige Verein „Die Kreislauflandwirtschaft de Peerdehoff e.V.“ mit Sitz in Herbergen/Menslage befasst sich neben landwirtschaftlichen Themen vor allem mit Fragen des Umwelt- und Tierschutzes sowie der Förderung der Biodiversität und des Heimatgedankens. In der jüngeren Vergangenheit hat der Verein verschiedene Naturschutzprojekte (eingebettet in ein Inselprojekt, das vor zwei Jahrzehnten von Privatleuten initiiert und finanziert wurde) umgesetzt – unter anderem in Kooperation mit der Naturschutzsstiftung des Landkreises Osnabrück und dem Unterhaltungsverband Mittlere Hase 97 Bersenbrück, der Kreissparkasse Bersenbrück und einigen Privatpersonen. Maßnahmen waren z.B. die Errichtung von Trockenmauern, Hirschkäfermeilern, Eisvogelnisthilfen sowie die Anlage einer großflächigen Abbruchkante. Auch wurden Gewässer angelegt und Ausstellungen durchgeführt. Darüber hinaus wird eine Wallhecke (die als Lehrpfad eingesetzt werden soll) wieder hergestellt.

Wo wir sind

Inmitten des Hasetals im Artland liegt das Projektgelände.

An dem Vereinsstandort führen diverse Touren direkt vorbei:

Ackerschnacker-Tour

Land-Schafft-Kultur-Verbindung

Artland RadTour

Osnabrücker Radler-Region

Hasetalrouten

Ziele des Vereins

Der Verein stellt weder die Freiheit von Forschung und Lehre noch den Einsatz von modernen Produktionsmethoden infrage, wohl aber hinterfragt er ihre Effizienz und eine Praxis, in der die Schäden, die aus diesen Entwicklungen auf die Allgemeinheit abgewälzt werden und stellt diese zur öffentlichen Diskussion. Die Landwirtschaft ist auch nicht der alleinige Verursacher. Neben Industrie, Verkehr, Haushalte und Bevölkerung hat sie jedoch die Schlüsselposition inne, gestörte und zerstörte Lebensräume und die Umwelt zu reorganisieren und die natürlichen Lebensgrundlagen auf Dauer zu schützen und zu nutzen. Auch deshalb untersucht der Verein Grenzen und Möglichkeiten einer autarken kreislaufbasierten Landwirtschaft, von der Vermarktung über den Anbau bis hin zur Arbeit mit Zugtieren. Was ist in dem modernen industriellen Zeitalter möglich, erlaubt und zu tolerieren? Oder gibt es Grenzen für die Anwendung aller Möglichkeiten, die uns heute zur Verfügung stehen? Die Landwirtschaft entscheidet allein über den Einsatz und die Anwendung der ihr zur Verfügung stehenden Mittel und trägt auch die alleinige Verantwortung dafür. Sich hinter Schutzbehauptungen wie „Das ist alles politisch gewollt“ oder „Was kann ich als Einzelner schon tun?“ zu verstecken, ist opportunistisch und feige.

Stellungnahme des Vorsitzenden

Vereinszweck ist insbesonders, die natürlichen Lebensgrundlagen und kleinstrukturierten Betriebe zu schützen. Gerade in einem sehr hoch entwickelten landwirtschaftlichem Produktionsumfeld begibt man sich damit aber in ein Spannungsfeld, welches zahlreiche Interessenskonflikte beinhaltet. Wir sind ein Verein, der sich mit den nachteiligen Folgen des Strukturwandels befasst, Schutzräume  für die Verlierer aufzeigt und einen Beitrag leisten will, gemeinsame Lösungen zu finden. Dabei geht es weder darum, eine Bilderbuchland(wirt)schaft zu zeigen noch vergangene Zeiten heraufzubeschwören, sondern um experimenzielles Erforschen alternativer Konzepte des Umweltschutzes, des Schutzes und der Haltung von Tieren. Nicht Aktionismus benötigt der Naturschutz, sondern langfristige Projekte und die Vernetzung von Habitaten und Biotopen. Leider ist es in einer Region, die mitunter als ‚Silicon Valley des Agrobusiness‘ tituliert wird, nicht leicht, Unterstützung zu generieren. Besonders im Nordkreis in einer der strukturärmsten Gemeinden des Landkreises Osnabrück.

Nicht jeder, der noch Ideale hat und engagiert für eine Sache eintritt, ist deswegen schon ein Ideologe. Auf Seiten der Natur zu stehen und Kritik zu üben, heißt aber heute leider oft schon für viele, ein Ideologe zu sein. In der Folge wird der Versuch unternommen, Engagierte als Polemiker auszugrenzen. Solch emotional involvierten Unterstellungen ist sachlich zu begegnen und ein sachlicher Wettbewerb anzustreben. 

Ich glaube an den mündigen Bürger!

Gregor Meyer, Vorsitzender des Vereins

Das Vereinslogo beinhaltet verschiedene Ebenen: Oben das bezeichnete Projektgelände (der alte Hofname), unten der Vereinsname. Im Zentrum stilisierte Pferdehäupter (oft auch auf dem Giebel von Bauernhäusern zu finden), verbunden durch ein Unendlichkeitssymbol. Den Hintergrund bildet die Weltesche Yggdrasil.